Helm, H. v. Hesler. Apok.
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
Diz wort tar ich nicht ubervarn.
Helbig, Qu. Wirtsch.
2, 179, 23
(
md.
,
1467
):
Ob sich auch begebe, das eincher furman in vnsern furstenthumern, [...], vmb zcolle ader gleit [...], vberfure vnd nicht richtet, darumb [...].
Loesch, Kölner Zunfturk.
(
rib.
,
1486
):
wilchs doch durch vergeslicheit eine zit van jairen also vestlichen niet gehalden, sunder durch etzlige leiendecker overfaren worden is.
Lamprecht, Dt. Wirtschaftsl.
(
mosfrk.
,
1325
):
Wir ensolen ouch unser herren von Trire lude nierigen ubervaren noch in keinerleie schaden doen.
Uberfuren betrigen. seducere.
Entwúrt der Ewigen Wisheit: Dú betrahtung nach miner marter sol sin nit mit einem ilenden úbervarne.
Koller, Ref. Siegmunds
(Hs.
um 1474
):
zü gleichen stet es auch umb dye clein silberin montze, darinne man auch großlich uberferet.
Leisi, Thurg. UB
7, 742, 14
(
halem.
,
1389
):
Da haut die obgenant Vorsterin disen satz úbervaren und haut ir lút darnach uf aͤndrú geriht getriben.
erber lút, die den wingarten schowend, ob er úber faren hab odir nit. Dank die, daz er úberfaren habe, so sol er da von ston.
Schib, Urk. Laufenb.
131, 7
(
halem.
,
1445
):
der selb wag
›Fischgrund‹
... vnserm gotzhus [...] zinshafftig gewesen vnd aber von vͥberfaren Vͤlrich Scherers seligen, [...], als mit dem drytten vnd vierden visch zinsfellig worden ist.
Jörg, Salat. Reformationschr.
225, 18
(
halem.
,
1534
/
5
):
welchs buͤchli einns langen tannts / durch Zwinglin gesetzt was / alles siner verkerten meynungen / welchs jch alls unnottig / und unnütz über far.
Merz, Urk. Lenzb.
95, 16
(
halem.
,
1556
):
sie hätten das Verbot angelegt, [...] weil man sie vͤbernutzen vnd vͤberfarren wolle.
indem sie, so acherum graten, ... vill der schwynen innhen khouffen und sich mächig vͤberfharren.
Ein handel kurtz Vberfaren vnd abbinden / Mit kurtzen wortten darthuͦn. [...]. Etwas bloß Vberfaren od’ mit wenig wortten maͤlden.
Da hast allen zu trincken gegeben / mich aber (uberfaren).
Sappler, H. Kaufringer
7, 218
(
schwäb.
, Hs.
1464
):
der hat ser überfaren mich, | als ich ew sag, lieber herr.
welcher die bestimbte zeit überfuͤr und nit kem, der soll gestrafft werden.
Hör, Urk. St. Veit
72, 4
(
moobd.
,
1352
):
Waͤr awer daz, daz wir vberuaren wurden, daz wir nicht begiengen den jartag, [...], so [...].
damit niemand uberfarn würd und alle land bei iren rechten und freihaiten blieben.
Im ersten puech bisher hab ich kürzlich überfaren was wir vor Christi gepurt und den römischen kaisern treffenlichs in kriegsleufen geüebt haben.
Bischoff, Steir. Landr. Anh. I,
(
m/soobd.
,
um 1430
):
Ein ladung vmb vberfaren ains sprûchs. Lad dich etc. ze uerantwurten [...] Jacoben dem iungern von S, das du im ain spruch vberfarn hast von drein viertail weingarten wegen, dasselb vberfaren des spruchs [...], des er zu schedenne komen ist.
Ders. u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
(
m/soobd.
,
16. Jh.
):
der nit recht schwert u. den aid überfert, den mag der richter als ain manaidigen strafen.