übermäen,
V.
›(den Grundstücksnachbarn) durch Übermähen der Grundstücksgrenze schädigen‹; zu (Präp.) 3, vgl. 1; 2.
Gehäuft ˹oobd.; Rechts- und Wirtschaftstexte˺.
Syntagmen:
jn. / einander, marken übermäen, jn. über marksteine ü.
; subst.: jm. mit übermäen schaden
.Wortbildungen
übermahd
Belegblock:
alle boissen, [...], es si von erbschaften, nemelich von verstoirten marken, von ubereiren, von ubermehen, von ubersticken, von ubersehen, von uberzunen.
Kain pawer auff dem aker | den andern uber mait nach schneit.
wie unsers gotzhauß hindersaͤßen zuͦ Seflingen und die unsern ir anstoßer ainander underweylen uͤbereeren, uͤbermeen, uͤberschneiden und uͤberzeuͤnen soͤllen, [...], haben wir angesehen und gesatzt, [...].
wellicher den andern über offen marcken oder zaichen verzeünet, -ehret, -schneidet, oder -mehet, der ist zu buoß verfallen zehen pfund.
Welcher uff der gemeind mehet oder den andern ohngefahr da keine sichtbare marckungen vorhanden übermehet, überackert, überschneidet [...], der kombt umb fünf schilling.
Tuͦt ieman dem andern schaden [...] mit etzzen an seinem chorn, an seinem wizmat, [...], mit uͤbereren, mit uͤberzaewnen, mit uͤbermad, ist, daz [...].