überären,
V.
›die nachbarliche Grundstücksgrenze überpflügen; den Grundstücksnachbarn durch Grenzüberschreitung schädigen‹; vgl. (Präp.) 3,
1
1.Gehäuft Rechts- und Wirtschaftstexte.
Bedeutungsverwandte:
(dort umfänglichere Angaben zum Orientierungsfeld), , , .Syntagmen:
j. wissenlich ü
. (absolut); einander ü., j. die gemeinde, den nachbarn, einen anderen
(z. B. über marksteine / zeichen
; [wie] z. B. ungefärlich
) ü
.; subst.: das überären strafen, j. jm. durch überären schaden tun, j. den leib, die gesund durch überären verwerken, über das überären richten, vom überären bruch
(vgl. 1
6) nemen, von überären bussen entstehen
.Wortbildungen:
überärung
Belegblock:
MJT ouͦ ne mach nieman Sin lip noch sin gesuͦnt vorwerken, iz si danne [...], daz her in
[den
acker]
wizzenlich vnde werlich obereret. das ein herr von Munchperg [...] hat recht [...] zu helfen umb alle erbliche gutter [...], mit namen ubereren, ubertzewnen.
jedoch was überzuhnungen, überehrungen [...] betrifft, [...] zwar componirt und gütlich hingelegt werden mögind, vor der bezeüchung aber die oberkeitliche guͦtheißung gesuͦcht [...] werden sölle.
So aber einer den andern überäret, -mähet, -hewet oder -schneitt, der verfelt zur straff drei pfund heller.
sy tuͦnt alz ain akker man | der sin nachburen uͤber ert.