überschneiden,
V., unr. abl.
›jn. durch Überschreitung der Grundstücksgrenze (wohl bei der Ernte) schädigen‹; zu (Präp.) 3.
Wobd. / oobd.
Syntagmen:
jn
. (z. B.
den anstösser
)
ü
. (z. B. wo:
auf dem feld
; wohin:
über die marksteine
).

Belegblock:

Hauber, UB Heiligkr. (
schwäb.
,
um 1500
):
wer den anndern ongeverlich uberert, uber schneidt ald uber meet, dr sol [...].
Ebd. (
1504
):
wa ainer den andern ungeverlich uͥberörte, uͥberschnidt oder uͥber maͤëte, das sol [...].
Gehring, Würt. Ländl. Rechtsqu.
3, 443, 14
(
schwäb.
,
1535
):
das kainer jemands andern über zaichen oder marckstain überschneid, übermee, überöre.
Ebd.
208, 6
;
229, 25
;
525, 4
;
Mollwo, Rotes Buch Ulm ;
Winter, Nöst. Weist. ;
Mell u. a., Steir. Taid. .