übermeren,
V.
›jn. (eine Anzahl anderer) überstimmen, majorisieren, durch Stimmenmehrheit in die Defensive drängen‹; auch (1 Beleg, s. u. Tittmann): ›jn. hinsichtlich e. S. (z. B. des
reichtumes
) überbieten‹; vgl. (Präp.) 1; 2; 3 (ütr.); 10, 1
11.Wobd.; seit der 2. H. des 15. Jhs.; oft Chroniken.
Wortbildungen:
übermerung
Belegblock:
dann der burgermeyster und die zunftmeyster haͧtten noch dann so grossen anhang von den zünften, das die gemeind ubermerret ward.
in gmeinen haͤndlen hinder uns ratschlaͤg machen und uns damit ubersetzen und ubermêren.
und was die keyersch party under hunderten die grösser, und übermerentend min herren die rät.
Doch wurdent dieselben fromen von den andern úbermeret.
wie große richtum schint an disen herren! | ich glaub, es möcht all fürsten übermeren.
do der gantz haufen des gemeinen povels der erberkeit mit übermerung der stimen weit fürgetzogen.
als die erfarung zuͤ erkennen gegeben hat, seind die erbarn von alten geschlechtern hie, bevor mit den personen und stimmen, gar zuͤ weit übermeret.
daß sie [...] von des rats mitstimen nicht verirrt und übermeret wurden.