übermenschlich,
Adj.
charakterisiert ein Sein bzw. eine Handlung, die neben, außerhalb oder oberhalb des Menschen in den Bereichen natürlicher, (speziell) tierischer oder religiöser Sachverhalte gedacht wird, demnach: ›übermenschlich, übernatürlich, göttlich‹; vgl. (Präp.) 1; 2; 3 (ütr.), 3.
Bedeutungsverwandte:
1
, 2, 1; 2.

Belegblock:

Schottelius. HaubtSprache (
Braunschweig
1663
):
Pluto hat gesagt / daß selbiges [Woͤrter] geschehen were / per potentiam aliquam, qua humanam superat, durch ein uͤber-Menschliches Vermoͤgen
[Zeile 22: aus einer
Natur
].
Luther, WA (
1522
):
Noch geben sie fuͤr, yhrer gehorsam sey ubermenschlich, volkomlich unnd gleych Engelissch, Szo keyn ungehorsamer, undemuͤttiger volck auff erden ist denn sie.
Jungbluth, J. v. Saaz. Ackermann
18, 22
(Hs. ˹
omd.
,
1465
˺):
darinnen waren engel, vogel, tier und allerlei fische gestalt
[Var. Augsb. 1484:
mit übermenschlicher visierung
].
Vetter, Pred. Taulers (
els.
,
1359
):
in disem [worte] wirt der mensche úberformet und úber menschlich wise gefúret und mit goͤttelichen formen úberformet.
Hohmann, H. v. Langenstein. Untersch.
75, 66
f. (
moobd.
,
1. H. 15. Jh.
):
Die andern werdent funden, die züaigung des heilgen geists vͤbermenschleich lieb habent vnd zürnt, ob ynr nicht an zal furlauffent oder choment.