übermengen,
V.
– Im Basisverb -mengen
überlagert sich die Semantik von mengen
1; 3; 4 (›mischen‹) mit derjenigen von menge
1; 2; 3; 4 (›Vielzahl‹).›in großer Anzahl vorliegen‹ (von den Bibeldrucken der Reformationszeit gesagt); ›sich vermengen, überlagern‹ (von zwei unterschiedlichen Gegebenheiten gesagt, im Beleg: des
fastens
mit unflat
, ütr. verstanden); ›jn. durch Überzahl dominieren, überwältigen‹; ›jn. zahlenmäßig so unterwandern, dass sich die Mehrheitsverhältnisse verkehren‹; vgl. (Präp.) 10, 1; 3; 4.Belegblock:
ist da die gantze Bibel gut deudsch, durch den druck so ubermenget, das ein jglicher Hausvater [...] eine eigen leichtlich wol zeugen kan.
[solch fasten] jst aber bald ubermengt und verderbt mit dem unflat, das es nichts taug.
hat er derwegen das ander kriegsvolck beruffen, dardurch die Jüden übermengt.
so warn sie [ain merklicher tail der gemaind] doch von aim rat und seinen anhengigen, geharsamen burgern, auch dem pundischen zusatz also ubersetzt und ubermengt gewest, das der aufrurigen in der statt furnemen kainen furgang haben mocht.
Wurd in ein packen wunde | Und wurd gar ubermengt, | Sich nit auf-halten kunde, | Von vilen angesprengt.
Die geistlichen handt vns ubermenget.
Vorarlb. Wb.
1413
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