rame,
der
;-n/-n
, teils + Uml.;ram,
die
;–/-Ø
.1.
›Baumstamm‹; auch: ›Stecken, Stange, Pfosten, Stütze‹; speziell: ›Stütze für Weinreben‹; offen zu 2.Phraseme
(bzw. sprichwörtlich): der apfel nach dem ramen schmekt
›der Apfel fällt nicht weit vom Stamm‹.Wortbildungen:
ramwirker
Belegblock:
Gehat 800 ramen.
Was man sonsten aus hoppenstangen und ramen aus dem walt erzwingen und zu gelt machen kann.
[was] daruf [angen] gepflanzet mannik boum. | [...] | der ramen este kleiten sich | mit mancher hande loube da.
Ebd.
1291
: kern, schale mit des ramen soum, | die dri die sachen einen boum.
Ebd.
1579
: des vaters werk [...] | das kint verblent [...] | der apfel nach dem ramen smekt.
So soll der stat paumeister sam teglichs gedencken, wo er rechtz kaufs hinter eichen pretter und eichen ramrigel und eichen rinholtzer und pretter [...] bekomen mocht.
goliath getheum der ramwircker
[
den GethiterLuther
1545, 2. Sam. 21, 19: ]
des schafft des spers was als der garnbaum der webenden. Kauft 900 dännen Röhm zu Denar 25, pro fl. 2
.
25.2.
›Vorrichtung, Gestell, Konstruktion (meist aus Holz) unterschiedlicher Größe und Funktion‹; im Einzelnen: ›Gestell der Tuchmacher‹; ›Gerbgestell‹; ›Vorrichtung, Gestell zum Trocknen von Ziegeln‹; ›Schuhleisten des Schusters‹; ›Aufhängevorrichtung für Fleisch‹; ›Teil eines Apparats für perspektivisches Zeichnen‹; ›(Halte)gestell über dem Ofen‹; ›Foltergerät‹.Wortbildungen:
rambaum
˹, ˺ ›Platz mit Gestellen zum Trocknen von Tuch‹.
ramgarten
ramhof
Belegblock:
Ouch so en willent unse herren in geinger wijs geinge ramen of einich dink an die dacher gehangen hain.
As man die doicher up die rame brengt, so sullen sij die recken up ire breide ind maisse.
Darnach firm ich sie [Fell] sauber rein / | Spann auff die Ram jeds Fell allein / | Schabs darnach / mach Permennt darauß
(mit Abbildung). so zweiffelt mir keines weges / daß sie sich drüber entsetzen / vnd diesen Processen vnnd Inquisitoren ein Gebiß vnd remme anlegen wuͤrden.
Am ramen gespannen tuch vnd gedancken anschlegen gehet viel abe
(›schrumpft zusammen‹). Mer ein hawsz und ein ramgart: davon gibt im Cuncz Hauwg 1½ guldein ewigs gelts.
Dar auf [tisch oder taefel] stel stet ein aufrechte ram zwerchs gegenn dem nadel oͤr hoch oder nider, [...], die ein thuͤrlein hab, das man auf vnnd zuͦ muͤg than
(mit Abb. auf S. 386). alsuss wart únser herre an dem crúz zertennet: reht als da man ain bermit an aine ram spannet.
einen walm an das huß vnd darzuͦ die ramen, daruff man die ziegel truͥknet.
Ramen der Schuster / daruff sie denn Leuten die Fuͤsse meßen.
Afferl der jud, Jeͣkkeins sun des Walchen des juden, hat geben nucz und gewer von Chunrats seligen des Probstleins des tuchbraitter haws und ramhof.
Er mueß schwären vff dem Rampawme, das Es d(er)selb gannckh sey, vß derselb(en) gruebm, die Er emphang(en) habe.
pro labore ramen ad fornacem stubae anachoritae nemoris Czeÿdinensis ac aliis attinentiis ibidem asp. 25.
Qu. Brassó
5, 376, 25
; Voc. Teut.-Lat.
aa iiijv
; Schweiz. Id. f.;
Matzel u. a., Spmal. dt. Wortschatz.
1989, 237
.3.
›Einfassung, Holzrahmen (z. B. eines Fensters, einer Tür, eines Bildes, eines Spiegels, einer Uhr u. Ä.)‹; speziell: ›kleine Einfassung zum Einspannen von Stoff, der genäht oder bestickt werden soll; Nährahmen, Stickrahmen‹.Wortbildungen:
˹, ˺ ›verzierte Umrandung eines Tafelbildes u. Ä.‹,
ramat
ramtafel
ramfenster
Belegblock:
desgelichs zo sent Gerione die vinster boven der kirchedoren mit der ramen zomaile usgevallen.
das gemalde crucifixdoich uff das tritzsoir hat gekost 20 alb. und die ramen 9 alb.
Ramtaffel. ramat. gemalte bandtaffel. odʼ orgellade. pinax.
[Die userwelte mægte schar] wurkend edel werk da bi | Mit der naͮdel und inder ram.
Ramen / darauff die Weiber jhr Gestrick / vnd was sie außnaͤen woͤllen spannen [...]. Rame [...] Das Holtz darinnen das Fensterglaß stecket.
1 quadretto [...] in einer ram und fürschieber von cassiaholtz.
Ebd.
630
: 1 quadretto zimblicher größ [...] in ebener ram und leisten.
Ebd.
1301
: Ein schön groß quader cristallininer spiegel in ein ebin gefierte ram mit seinem fürschieber ohne andere zierd gefasst.
den steffen Schloszer, als er dÿ Romefenster hatt angehangen, fl. 1 asp. 40.