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ram,›Ziel‹; auch: ›das Trachten, Streben‹; metonymisch: ›Reichweite, Sichtfeld‹; oft im Reimzwang verwendet; auch häufig in Genitivmetaphern bzw. zusammen mit genitivus explicativus gebraucht (z. B.
die räme des todes
›die Fänge des Todes‹, die räme der lügen
); Überwiegend älteres Frnhd.; Verstexte.
Phraseme:
zu rame
›gerade recht, sehr gelegen‹; e. P. / e. S. ram nemen
›auf jn. / etw. zuhalten, zusteuern‹.Wortbildungen:
˹, ˺ hier wohl ›kurze Perspektive, schnelles Vergehen‹ (dazu bdv.: , ; Zugehörigkeit des Bw unklar; vgl. aber mhd. ˹
ramsput
ramsputigkeit
vramspuot, vramspuoticheit
˺ ›Gelingen, Glück‹;).Belegblock:
[In sulchim rûme] er sus genâhete, | daz er quam in rechtin râm. | Ein brûdir daz gemerke nam | zu im mit eime pfîle.
Eines quam ez zu rame | Dem guten Abrahame, | [...] | Do was dar ein rote | Uz der stat zu im kumen.
so moest er kiesen korzlifficheit, ramspoedicheit ader seelen verdamnis, under wilchem er die korzlifficheit gekoren, wie er auch kurzlich [...] gestorven.
were gut, das es [...] dem jongen folk [...] ingebildet wurde, sich vor heimlige treue sonderlich zu hutten, dweil [...] ramspoit und gerichtzhandel draus untstehet.
Sie [Juden] trachten im
[Christus]
zu schanden | Martirn mit iren handen | Swerlich an deme trame | Der en da lac zu rame. Herre Got, nu beite nicht, | Wandel durch dich die geschicht | Veterlich! wand din name | Ist mit gebetis rame
[hier mit gen. explicativus: ›Gebet‹]
| Gewirdiget. warheit ist ein duͤrrer schacz, | du salt behalten von mir den sacz | daz du iht kumest in luͤgen reme.
Beholtt an Hectors libe, | Daz rumptten sine wibe, | Wenn er zü innen keme: | In iertte des dottes reme.
Der [Daniel] blaib gesunt, [...] | Und waz gegeben in todes ram | Tzu Babilon.