3
ram,
der
;
zu
mhd.
râm, rân
›staubiger Schmutz‹
().
›Ruß, Schmutz‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl. , 5, , 1; 4, .
Wortbildungen:
1
ramen
›etw. mit Ruß beschmutzen‹,
ramig
(dazu bdv.: 1,
2
, , 1, 12,
2
3, 1).

Belegblock:

Luther, WA (
1531
):
Wue es aber an einen hartten felßen kompt, der do nicht boͤrnen wil, so rampt es yn doch und macht yn schwartz.
Ebd. (
1538
):
Ja ich meine, sie sind wol angelauffen, und haben sich an den rechten kessel gerieben und ram gefangen.
Ebd. (
1544
):
Also sol es gehen denen [Heuchlern], so CHRistum, Gottes Son, wollen meistern und taddeln, das sie an jm rhom sahen und wohnsinniger und toller erkand werden denn ein Ochs oder Esel.
Kurz, Waldis. Esopus (
Frankf.
1557
):
Ein ehrlich fromme Fraw on scham, | Ein alter Kessel one rham, | Ein grosser Fisch on allen gradt.
Sie ist durch Eigennutz verdorben, | [...] | Ir schoͤne Farb ist gar verblichen, | Jst rostrig, schimlig, seyger, kamig, | Vnfletig, schwartz, ruͤssig vnd ramig.
Matthaei, Minner. I, (Hs. ˹
nalem.
,
1459
˺):
uns laid ist daß unßer orden | also zuͦ laster und schand ist worden | von den falschen, boͤßen buͦlern, | die [...] | [...] mit raim ir sach triben.