4
ram,
der
;
zu mhd.
roum
›Milchrahm‹ (); zur Schreibvariante
raim
s.  f.
– Zur Lautung von 'Milch / Rahm' in den rezenten deutschen Mundarten s.
regionalsprache.de, s. v.
.
1.
›Rahm, Sahne, auf der frischen Milch abgelagertes Fett‹; auch: ›Haut, die sich auf gekochter Milch bildet‹.
Bedeutungsverwandte
(bzw. Orientierungsfeld): , ,
1
1,
1
›Lab‹; vgl. 1, .
Wortbildungen:
2
ramen
1 ›Rahm von der Milch abschöpfen‹; 2 ›Rahm geben‹,
ram|mus
,
ramsuppe
.

Belegblock:

Kurz, Waldis. Esopus (
Frankf.
1557
):
Ein suͤsse Sommermilch on raem, | Ein grosser Fuͤrst vnd one Narren, | Ein grosser Roßstall one Barren, | Ein koͤstlich Buch vnd vngebunden.
Voc. Teut.-Lat.
aa iiijv
(
Nürnb.
1482
):
Rame vaiste der milich.
Raimen / denn raim von der Milch heben [...]. Raimen / raim geben [...]. Die Milch (raimet) wol [...]. Raimsumpp
[sic!]
/ ein supp von raim gemacht.
Stopp, Kochbuch S. Welserin
134, 1/2
(
Augsb.
1553
):
Ain basteten mit ram
[Überschrift]
Nim 3 qúertlen ram vnnd 3 air, klopfs woll [...].
Ebd.
150, 1
:
Ain rammúsß zú machen
(Überschrift).
Rechn. Hermannst. (
siebenb.
,
1494
):
ei fur milch vnd rom flor. 1 den. 8 solutum.
Bremer, Voc. opt.
13045
;
Schles. Wb.
2, 1064
.
2.
›Dampf‹.
Bedeutungsverwandte:
vgl. 1, , 1, 1, .

Belegblock:

Ott-Voigtländer, Rezeptar
214v, 1
(Hs. ˹
nalem.
,
um 1400
˺):
súd bolaẏen mit essich vnd la den rom als haiss in die nase.