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rostig,
Adj.
›Rost habend, einen Zersetzungsbelag aufweisend‹; häufig ütr.; dann im Einzelnen auch: ›abgenutzt, löchrig, zerfallen‹; ›faulig, verdorben‹; ›alt, fehlerhaft‹; ›schmutzig‹; ›lasterhaft‹.
Bedeutungsverwandte
(meist mit den ütr. Verwendungen):
1
11a; 18, , , , , , (Adj.) 12, 1, (Adj.) 1, 1, 1, .
Syntagmen:
etw
. (Subj., z. B.
die sonne / welt, das eisen / messer
)
r. sein / werden
;
den schaz r. machen
;
der rostige harnasch / panzer, js. rostige arsbacke, das rostige altweib / küchenlatein, die rostigen händel / mönche
.

Belegblock:

Luther, WA (
1535
):
[die Sonne] ist umb der menschen sunde willen wol halb finster, rostig und besuddelt.
Ebd. (
1539
):
S. Petrus wil auch nicht der unflaͤtigen, rostigen und schmutzigen Münche.
Bömer, Pilgerf. träum. Mönch (
rhfrk.
,
um 1405
):
Rostig altwip, mich duncket sieder | Das uwer bekenteniße nicht wert sij.
Kurz, Waldis. Esopus (
Frankf.
1557
):
Wo mans [eisen] leßt ligen, wirdts doch rustig, | Vnd von dem Rost so gar gefressen.
Sachs (
Nürnb.
1530
):
[Du, Cace] feg im [maister aller laster] sein rostig ars-packen.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid. (
m/soobd.
,
1608
):
ain als ander tail wie oftmallen beschehen gar alte rostige von 2, 3, 4 und mehr jahrn hero verwirte und schlechte händl fürbringen.
Dedekind/Scheidt. Grob.
111, 27
;
Vetter, Pred. Taulers ;
Wiessner, Wittenw. Ring
8053
;
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat. ;
Schmitt, Ordo rerum
417, 20
;
Vgl. ferner s. v. .