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ramen,1.
›jn. / etw. (konkret) ins Visier nehmen‹; häufig: ›(mit einem Schlag, Geschoss u. Ä.) auf jn. / etw. zielen‹; auch: ›jn. heimsuchen‹; ›(mit einer Heeresmacht) auf jn. ziehen‹.Belegblock:
RAmet eyn man eynes vogeles [...] mit werfene oder mit schizene vnde drip
e
also eynen menschen [...]. wen swa luͦte gan oder riten, da ne sol nieman nichtes ramen Wedder mit werfen noch mit schezene.
wen er triffet, der wirt gelemt, | schentlich gelestert und geschempt. | manches menschen er damitt remt.
Ebd.
273, 25
: man haret anders nichte, | wann raben, brennen, main und mort. | Es ist ainn wüsten und ain salhe ramenei, | da durch mancher mocht sterben.
Die da mit fröden komen | Und gegen der burge romen.
der vogel [Pellicanus] scherzt mit seinen kindeln [...] und in dem spil râment im diu kindel der augen, dâ von wirt er derzürnt und tœt si.
Er chund der veinde ramen | In Wozzen lant, als ich ew sag.
Waldin der augen rembte | dem starcken wurm grossen, | bis er in sehens lembte.
2.
›nach etw. trachten, streben‹; im Einzelnen auch: ›sich um jn. / etw. bemühen‹; ›etw. (heimlich) bezwecken, beabsichtigen‹; ›jm. nachstellen‹; als Ütr. anschließbar an 1.Syntagmen:
die magd
(Subj.) der manne
(Gen.obj.) r., j. e. S
. (Gen.obj., z. B. eines ziels, des falsches, der stäte
) r., jn. / jm. seines leibes / leumunds, seiner ere, seines gutes / lebens r
.; j. in das himmelreich, nach dem glauben, nach volkommenheit r
.; j. r., wie [...], nicht anders r. können, wan das [...]
; subst.: in feindlichem ramen
[wohin] kommen
.Wortbildungen:
ramerei
ramschlagen
Belegblock:
Desser beider breve hedde wi int beste geramet.
dô begundin râmin | dî heidenischin Samin, | wî sî der brûdre lebin | irvarn mochtin ebin.
Des râmet got in allen dingen, daz wir den willen ûfgeben.
Alle creatüre | wolt gern got sprechen in allen iren | wercken; | Sie rement, dz ist, Sie fleissent | sich alle dises ziles.
Dit is (die) ordinancie ind ramunge, der unse herren die vunfzien vanme engen raide, nu zerzit sitzende, oeverkomen sint.
Heinrich von Moerßheim [...] begerete, den rameslag, der von den stedten vor der rachtunge gemacht ward [...] auch zu lesen und horen zu laßen.
wand dasselbe rameslagen von der stedte frunden zu der zit gerameslaget ward, das man die rachtunge dar uß machen solte, die auch also dar uß gemacht genommen und beslossen worden ist.
also sant Augustin auch spricht: | di kusche magit der man ramet nicht.
Do lief einer hin auf ine [richter] und wolde ine seins lebens geremet haben in gehegter bank.
So sie an facht sulch romerey | Got zu ergrunden weln.
Des wil ich mich meins dorffs dest mynder schemen | Und wil furpaß der grosse stete remen.
,Sú [alle geistliche lúte] sint schuldig‘, sprach meister Thomas, ,zuͦ lebende und zuͦ ramende noch volkomenheit‘.
Er chund nicht anders ramen, | Wenn daz got und der sel tzam.
wer ins himelreich wil ramen, | dez hat yeder mensch di wal.
3.
›etw. wahrnehmen, beachten‹; auch refl.: ›sich etw. merken‹.Belegblock:
[Dô er lac] in sînis blûtis sudde, | dô quam ob in sîn rudde | nicht râminde der wundin, | der er gnûc offin vundin | hette.
di da vil fleisches essen | unnd drincken den win ungemessen | unnd wider zyd nach stunde ramen, | di samen gar sere der unkuscheit samen.
Welch man ein pos weib hat, | Die hinlauft frw und spat, | Der thw des stüecks sich remen, | Ein ander weib zw nemen.