TRVNCVS. Klotz stamm bloch.
Ziesemer, Gr. Ämterb.
243, 40
(
preuß.
,
1452
):
1 reisefeile, item 1 stampfeyle, item 1 reyszhoken.
Teutsche Stammwoͤrter / welche meist alle einsilbiges lautes sein / [...] von treflicher Anzahl [...] bequem zur ableitung [...] geschikt.
Stackmann u. a., Frauenlob
5, 21, 6
(Hs. ˹
md.
auf nd. Grundlage,
v. M. 14. Jh.
˺):
naturlich recht ist, swa die vrucht sich bildet nach ir stamme. .
dem [boum] sin saf daz beste | mit veüchten vromt uz stammes adel
. 12, 4, 10 (Hs.˹nobd., 3. V. 15. Jh.˺):
ieslichez obez man smecket | nach sines stammes art
[zu dieser Inhaltsgruppe s.
Tpma
11, 11, 104].
v
Lamprecht, Dt. Wirtschaftsl.
(
mosfrk.
,
1582
):
dessen sol der hausman zu stamrecht geben den herren von iedem stam holz zween pfenning.
Der stam ruchet woͤl vnd ist suße.
Der wilde saffran stam glichet by nahe de͂ heymschen allein disser an dem stam nit bletter hait.
Neumann, Rothe. Keuschh.
5528
(
thür.
,
1. H. 15. Jh.
):
eins menschen hertz ist alss ein stam | der in ein garten dar ynne quam, | das man dar uff gepropte ein riss.
Ermisch u. a., Haush. Vorw.
107, 17
(
osächs.
,
1570
/
7
):
Schneide darnach die spitzen von der stammrinden [...] hinweg.
Nim ein lang propfreis unde beuge dasselbige fein gemach. Propf es mit dem stammort und wippel in den stamm.
als das stammende dicker ist als das wippelende.
das die hester fein gezogen werden mit den wurzeln und insonderheit die stammwurzel soviel muglich vorschonet werde.
Lippert, UB Lübben
2, 286a, 33
(
osächs.
,
1572
):
von den 4 eichen stamgeltt, von ider 1 g.
v. Groote, Muskatblut
(
nobd.
,
1. H. 15. Jh.
):
der [vursprech] solt des rechten sin ein stam.
Stamreyße oder sproß od’ pawmes ast.
Vetter, Pred. Taulers
(
els.
,
E. 14. Jh.
):
als alle die zwige kumment uz dem stamme des boͮmes.
halt dich an dem stammen des woren lebendigen geloͮben.
Illing, Albert. Sup. miss.
421
(
els.
,
n. 1380
):
nement ein glichnisse an eime boͮme, an dem [...] vil este in ein stam vnd ettewenne vil stemme oder selp boͮme in eine wurzel werdent vereinet.
Schorer, Sprachposaun
78, 11
(o. O.
1648
):
[Troja ward] gar eingeaͤschert / daß man bald weder Stock noch Stam davon zusehen gehaht.
Päpke, Marienl. Wernher
(
halem.
,
v. 1382
):
Und wart der boͮm sich do zehant | Nider naigen uf das lant | Und in der heren mægte schoͮs. | Sin stam was lang und groͮs.
Codex, Dz stambloch am baum.
Bremer, Voc. opt.
44126
(
schwäb.
,
1441
):
Grus krie [...] kranch [...] kranich [...] stamfalk.
Stam͂ des baums vnde͂ võ der wurtze͂ auff biß an die aͤst. Von einem Stammen eines baums gemachet. [...]. Stam͂blütsche (das) Der vnderist totz einer tannen. [...]. Stam͂reit / Flader sagend etlich. Molluscum.
Stemmen / Mit dem schroͤteysen ebnen.
Müller, Grafsch. Hohenb.
2, 71, 24
(
schwäb.
,
1431
/
2
):
6 wagen in daz Bindorfer tal nach zimerholtz, aim wagen 24 ß., zu stammüt dem schützen.
Sappler, H. Kaufringer
17, 73
(
schwäb.
, Hs.
1464
):
sind das die est, wie mag dann so | der stamm so gar volkommen sein!
Haltaus, Liederb. Hätzlerin
(
schwäb.
,
1471
):
Der Apfel will nach dem stam͂ | Geraten.
Wintterlin, Würt. Ländl. Rechtsqu.
(
schwäb.
,
1531
):
dem holzwarten ist man schuldig für sein sta(m)miet von jedem ℔ hlr. 1 ₰ hlr.
Siegel u. a., Salzb. Taid.
(
smoobd.
,
1637
, Hs.
E. 17. Jh.
):
solle der, welcher den iberhang
[der Baumfrüchte]
hat, die 2 thail zu dem stamen legen, den 3ten thail aber mag er behalten.
in denselben wälden soll sich niemand unterstehen zu schwenden noch zu reiten und kain stamstecken abzumaissen.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
(
m/soobd.
,
1506
, Hs.
17. Jh.
):
so soll auch an den klain schossen oder stämbling gar kein asst [...] abgeschlagen [...] werden.
die waltgesteng zum zeinen, so aus jungen stämblein oder schießling gemacht.