rone,
ron,
auch
3
ran,
der / die
;
–/-(e)n
, vereinzelt + Uml.;
zu
mhd.
rone, ron
›umgefallener Baumstamm‹
().
›Baumstamm‹; speziell auch: ›umgefallener Baumstamm‹; ›Baumstumpf‹; tropisch: ›Hindernis‹.
Bedeutungsverwandte:
1; 5,
1
, , 1, 1, 1, 1, ›Bauholz‹; vgl. 5, , , , (
der
) 1.
Syntagmen:
ronen
[von wo, wohin]
füren / tragen, mit etw. schleppen, jm. ronen geben
;
j. das schif durch die ronen hindurch füren, über einen ronen strauchen, etw. von ronen bauen, j. von ronen zu ronen springen
;
alte / dürre ronen, x ronen
;
maniges ronen klos
›viele Stücke umgefallener Baumstämme‹,
maniges ronen grosses haupt
›viele baumstammgroße Köpfe (des Raubvolks)‹;
x schok ronen
.
Wortbildungen:
rannach
›umgefallene Bäume, totes Gehölz‹ (Kollektivum zu
ron
; dazu bdv.: ),
ronenfürer
›Holzfahrer‹,
ronenkette
›Kette für den Transport von Baumstämmen‹.

Belegblock:

Boon, St. Prätorius
54, 30
(
Ülzen
1579
):
[Herr Christus] furet es [Schiff] [...] durch die Clippen vnd Ranen
[hier bildlich: ›Hindernisse‹]
hindurch.
Ziesemer, Gr. Ämterb.
718, 31
(
preuß.
,
15. Jh.
):
czur snydemolen: 1 ronenkethe.
Thielen, Gr. Zinsb. Dt. Ord.
76, 50
(
preuß.
,
1437
/
8
):
die mole zcum ronenfurer czinset 12 m.
Toeppen, Ständetage Preußen
2, 525, 14
(
preuß.
,
1442
):
So haben wir, gnediger herre, eyn bulwerg am krayn leichte von 1½ schog ronen daselbest gebuwet.
Fischer, Brun v. Schoneb. (
md.
, Hs.
um 1400
):
ir wizzet daz der hirz mit beinen | springet von steine zu steinen | von ronen zu ronen da hin.
Holtzmann, Gr. Wolfdietrich (Hs.
A. 15. Jh.
):
Sie schlugen uf ein fure in dem selben tan, | stöck und ronen trugen sie dar an.
daz er muste struchen uber ein ronen zu hant.
Pyritz, Minneburg
13
(
nobd.
, Hs.
um 1400
):
Daz ich niht anders umb mich sach | Wann heyde und ein gevilde flach, | Bestreit mit manges ronen clos.
Koppitz, Trojanerkr. (Hs. ˹
noschweiz.
,
15. Jh.
˺):
Das für war gelobett: | Manig ronnen grosses hobett | Ward da von den jungen | Mitt schwertten abgeschwungen.
Welti, Stadtr. Bern (
halem.
,
1459
):
besunder soͤllent si [ziegler] dez ersten die grotzen oder roͤnnen dannan fuͤren vnd darnach daz, so inen als vor staͮt vsgezeichnet ist.
Winter, Nöst. Weist. (
moobd.
,
2. H. 16. Jh.
):
so ist ainem ieden haußgesessen [...] frei in dem walt zu nemben alte windfäll [...], auch alte düre rannen.
Siegel u. a., Salzb. Taid. (
smoobd.
, Hs.
17. Jh.
):
[das man] das alt und grob holz zu haußnotturft, schlach, das rannach und windwürf, vor und ehe man das grien steent holz schlecht, angreif.
Sattler, Handelsrechn. Dt. Orden
238, 29
;
Ziesemer, Marienb. Ämterb.
119, 33
;
Schmitt, Ordo rerum
406, 12
;
Vgl. ferner s. v. .