die armen Unterthanen bis auff den grat ausschinden und schatzen, bis sie sich selbs in solchen unrat [...] gefurt haben, das sie [...] verarmen.
Ettmüller, Heinr. v. Meißen
363, 2
(
md.
, Hss.
14.
/
15. Jh.
):
Swer inneclichen liep hat stæte | den zarten süezen got ân alle græte, | der minnet ouch diu gotes gebot.
Stackmann u. a., Frauenlob
5, 33, 17
(Hs. ˹
md.
,
v. M. 14. Jh.
˺):
gib und gib; habet ir den grat, | ich gibe den visch vür missetat.
Schade, Sat. u. Pasqu.
(
md.
1521
):
uns armen leut schätzen sie biß uf den grad.
sy knagent uch reicht vp den grait.
Wyss, Limb. Chron.
(
mfrk.
, Hs.
2. H. 16. Jh.
):
da wart Lins uf dem Rine gewonnen, also daz si irstegen wart vnde wart gare geplondert bit uf den grait.
Kurz, Waldis. Esopus
(
Frankf.
1557
):
Jr seid nicht Visch biß auff den grad.
Ein alter Kessel one rham, | Ein grosser Fisch on allen gradt, | Jst alls wider Natuͤrlich art.
Hajek, Gůte spise
36
(
rhfrk.
/
nobd.
,
um 1350
):
Nim einen frischen hechede vnd loͤse abe die hut [...] vnd loͤse vz die grete.
wir haben versaumpt das gut wilpret | Und müßen nun nagen neur pain und gret.
Der esel ist mit eim greten sammet verdeckt.
das manicher an den vischen aß, das im die gret im hals besteckten.
Baumann, Bauernkr. Rotenb.
(
nobd.
,
n. 1525
):
mit welichen [...] zwangksailen mir biß uff den aller hindersten grad [...] ausgemergelt worden sein.
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
81, 2
(
els.
,
1362
):
Do der rihter eins visches essen wolte do gesteckete imme ein grot in sinre kelen.
Adrian, Saelden Hort
8830
(
alem.
, Hss.
E. 14.
/
15. Jh.
):
die junger von den tischen | bruchprotes, greten, vischen | fulten do vil schiere | brot corb dristunt viere.
Von ainem graͤtischen paͤllin barchat.
Graͤten den fisch / exossare piscem.
Niewöhner, Teichner
73, 10
(
moobd.
,
1360
/
70
):
er ist nicht vrisch untz an den grat
(wohl verderbter Text; s. o. den Beleg von
Waldis
).