ronebaum,
ronbaum,
in 1 Beleg auch
rumbaum,
der
;
-s/-e
+ Uml.;
vgl.
mnd.
renne-, ronne-, runnebôm
›Grenzpfahl‹
(f.).
1.
›Rundbaum; die horizontal liegende Welle des Haspels über dem Schacht (als wesentlicher Bestandteil eines Bergwerks)‹; vgl. ; (Adv.), 8; 16.
Bergbaurechtliche Texte.
Bedeutungsverwandte:
vgl.
2
, , 1; 2.
Syntagmen:
jm. den r. abnemen, einen r. geben
;
der r. sich beidenhalben gemachsamlich umkeren
;
etw. an einen r. hängen, mitten auf den r. legen, j. auf dem r. schweren, der bergmeister auf den erbschacht mitten auf dem r. anhalten
;
der beschlagene r
.;
der wirbel, das mittel des ronebaums
.

Belegblock:

Löscher, Erzgeb. Bergr.
93, 30
(
omd.
,
um 1559
):
so halte der berckmeister auf denselbigen erbschacht mitten auf dem runbaum an.
Ermisch, Sächs. Bergr. (
osächs.
, Hs.
15. Jh.
):
man sal nemen eyne kerbe und sal daryn legen [...] czwelff ysen und sal dy hengen an eynen roͤneboum unde sal dy lasen loufen von yn selber.
Weizsäcker, Graupn. Bergb.
235, 23
(
osächs.
,
1545
):
Vor solge zeche gipt der Asman Schwarczhans dem Vinzel par vii ß. und einen beschlagenen rumbpaum.
Ermisch, a. a. O. ; ;
Piirainen, Stadtr. Kremnitz
148
;
2.
›Pfahl‹; im Beleg im Pl. wohl im Sinne von ›Palisade, Befestigungsanlage‹ verwendet;
vgl. , 5; 15.
Bedeutungsverwandte:
vgl. , 2, 1.

Belegblock:

Chron. Magdeb. (
nrddt.
,
1565
/
6
):
Jm Jar 1548 umb pfingsten sein die ronnbeume rings umb die Stadt her nach felde warts am graben zulegen angefangen.
Rwb f. (mit
nd.
Belegen).