Helm, H. v. Hesler. Apok.
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
Daz sante sines geistes wint, | Der daz groz ungewittere | Von mir nothaften rittere | Nach sinen gnaden wol vortreib.
Angor. Angst enge engstigung marter vexatz quelung plag angstbarkeit angsthaffte bekuͤmmernus pein truck not jamer qual bedrengknus bangigkeit.
die not und beschwerung, die alle stend der Christenheit, zuvor deutsche landt, druckt, [...] hat mich auch itzt zwungen zuschreyen unnd ruffen, ob got yemand den geyst geben wolt, seine hand zureychen der elenden Nation.
Denn man mus den krieg scheiden, als das etlicher aus lust und willen wird angefangen, ehe denn ein ander angreifft, etlicher aber wird aus not und zwang auff gedrungen, nach dem er ist von eym andern angriffen. Der erst mag wol ein kriegs lust, der ander ein notkrieg heyssen. Der erst ist des teuffels [...]. Der ander ist ein menschlich unfal.
Denn es lernt einen die not reden und thun, der sonst auch nichts reden und thun wuͤrde oder kuͤndte.
Struck, Joh. Pfannstiel
121, 43
(
mosfrk.
,
1359
):
das er [hofmann] aller nothbethe, legergelts, herberg, atzung [...], entragen sein [...] sol.
Lamprecht, Dt. Wirtschaftsl.
(
mosfrk.
,
1588
):
es seind aber die eltern in alle weg schuldig, ihren kindern die legitimam oder notgift (als nemblich, wann 5 oder mehr kinder vorhanden, die halbe portion dessen, was ein kind ab intestato hätte haben mögen [...]) ohne bewchwernus, [...] zu verlassen.
Loersch, Weist. Boppard
(
mosfrk.
,
1643
):
Ihr churfurstliche gnaden zu Trier, wie auch die nothdienst ihr furstliche gnaden zu Siegburg.
Tiemann, E. v. Nassau-S. Kgn. Sibille
173, 14
(
rhfrk.
,
um 1435
):
Got alle noit von vns wende.
Karsten, Md. Paraphr. Hiob
(
omd.
,
1338
):
Man gyt: ,not brichet ysen, | In noten sich man bewisen [...]‘.
Schmitt, Ordo rerum
21, 28
(
omd.
,
1466
):
Cometa not stern [...] comeet eder eyn notsterne [...] est stella cauta (!) et emitens (!) de se colorandium (!) flamarum ad morem triniam et semper quando apparet significat mortem.
Löscher, Erzgeb. Bergr.
191, 20
(
omd.
,
1554
/
1633
):
Nothgedinge seint zugelaßen in den wassernöthen uf sechßstündige schiechten.
Grosch u. a., Schöffenspr. Pössneck
228, 7
(
thür.
,
1474
):
abir sy enhattin keyn noidgerichte nicht gedinget nach bestalt.
Der [...] eigen nutz hat Rom in verderben bracht / vnd nicht die Noth oder bedrangknis / die jhn Hannibal oder alle jhre Feinde [...] gethan haben.
Niewöhner, Teichner
546, 14
(Hs. ˹
nobd.
,
E. 14. Jh.
˺):
,waz du leidest ungemach, | dez mag dich mein roter munt | wol dergetzen ze aller stunt‘. | do sprach er: ,pei dem dergetzzen | muz ich mein notpfant setzzen‘
(hier erotisch tändelnd).
daz erst zaichen auf der püchsen mit einem ganzen strol daz ist die notpüchs, die Gronwaltin genant. [...] Jtem die sechsten sind gezaichent mit dem b, der ist auch etwe vil auf den türnen in holtz gefaßet und ein teil in eisen gesmidt, und heißen notpüchsen.
Dinklage, Frk. Bauernweist.
100, 30
(
nobd.
,
15. Jh.
):
ob ymant etwas not geschiht, so sal man einen amptman zu Schildeck suchen.
Do war angst und noth, dan der wind war groß.
Notverdriß, angustia tribulatio erumna anxietas.
Reichmann, Dietrich. Schrr.
132, 9
(
Nürnb.
1548
):
[die weyber] müssen im ehestand mit kinder tragen / vn̄ kinder ziehen / vil not vnd jammers leyden.
Da lies er auf den Nunperg gros | Pawen das nothaft, werlich schlos.
Lemmer, Brant. Narrensch.
10, 31
(
Basel
1494
):
wann es gat an ein not | Gant vier vnd zweintzig vff ein lot.
Gilman, Agricola. Sprichw.
1, 394, 10
(
Hagenau
1534
):
Es ist eyn gut ding umb den tod / Er hilffet uns auß aller not.
eynem menschen das in noͤtten ligt / fellet nichts guts zuͦ.
Schade, Sat. u. Pasqu.
(o. O.
1542
):
[Der herzog ... hat] Auß hofertigem stolz sich an iderman geriben, | Notfeur gesucht an allen orten.
Roder, Hugs Vill. Chron.
(
önalem.
,
1499
):
do sich die unssern wantend in die statt do beschach in so nott, das sy ainander underm tor ertrucktend.
Notluͤgen [...] Mendacium coactum.
Sappler, H. Kaufringer
14, 17
(
schwäb.
, Hs.
1464
):
der [junkfraw] half got mit seiner huld | aus allen iren nöten gar.
Got [...] hat auch vns mit disem hochberümeten ritter der grossen not vnd arbeyt entbunden.
Dirr, Münchner Stadtr. 134, Urk.
(
moobd.
,
1530
):
die notfertte, di wir gepawen haben und noch pawen auf demselbem wazzer.
Swenn das lant ein not anget von urlewg, swaz man ein diu stat floͤchent, dovon sol man nicht zollen.
McClean, Havich
4524
(
moobd.
, Hs.
15. Jh.
):
ya lie sy nicht verderben | chainen edeln not hafften man.
Drescher, Hartlieb. Caes.
(
moobd.
,
1456
/
67
):
in dem gestirn und auff der erd geschicht nottnẅssz und zwanck den menschen.
Siegel u. a., Salzb. Taid.
(
smoobd.
,
1426
, Hs.
15. Jh.
):
Es ist auch recht, wann ain vertiger aus dem wassersehen kümpt oder darin ist auf seiner notfert, bedorft er dann ains schefs oder mer, das mag er wol nemen dacz ob Lauffen oder ein der Altach.