1.
›Stunde als Zeitabschnitt, Vierundzwanzigstel eines Tages‹, vereinzelt mit Tendenz zu: ›Zeitpunkt‹; die Stunde dient sowohl der genauen mathematisch-metrischen wie (eher noch) der lebenspraktischen Gliederung des gesamten biologisch und sozial bedingten Rhythmus der Arbeit und des Lebens im Haushalt, in Gewerben, Rechtsverfahren, der religiösen Betätigung, auch der Relativierung des Alltäglichen im Vergleich mit didaktisch und religiös motivierten Projektionen von Zeiteinheiten, die jenseits der Überschaubarkeit sowie der Einflussmöglichkeit des Menschen liegen; offen zu
2.
Syntagmen:
die / eine s. ausrufen / verlieren / wiederbringen, die stunden nach den geschäften austeilen, ein tag
[s.
tag
1; 2]
16 stunden haben
; als Akk. der Zeiterstreckung:
etw. eine s. wären, j. eine s. läuten / leiden / wachen, nicht geleben, jn. x stunden suchen, eine s. stehen
(z. B.
vor dem spiegel
),
j. sich eine s. von gotte gescheiden, eine s
. [wohin]
ziehen, im gebet verharren, ein schweigen tun, x stunden baden, etw. x stunden einsieden, auf eine arzenei legen, eine frage eine s. continuieren
(bei Hexenprozessen);
eine s
. (Subj.)
schwerer sein dan 100 jare, 1000 jare jm. als ewiglich als eine s. sein
;
etw
. (Subj.)
bei einer s. wären, in einer s. fertig sein, sich in einer s
. [wo]
finden, die sonne vor einer s. untergegangen sein, (etw.) von einer s. zur anderen berechnen
;
eine s. weges, x stunden nach dem essen, vor dem nachtmal
;
eine ganze / halbe s., die sechste s
.;
ein teil der s
.