ore,
die
;
-n/-Ø
+ Uml.;
über
mhd.
ôre
›Stunde‹
und
afrz.
(h)ore
aus
lat.
hōra
(
Pfeifer
2000, 1481
).
›Stunde als Zeitpunkt und als Zeiterstreckung; kirchliche Tageszeit als Stunde des Gebetes‹.
Gehäuft obd.
Bedeutungsverwandte:
vgl. 1; 2; 3; 4.

Belegblock:

Mone, Adt. Schausp. (Hs. ˹
omd.
,
1391
˺):
do phlag Maria, daz sy alle tage | mit inneclicher clage | beging dy
e
sechz oͤre, | zcu
e
dem ersten, daz [...].
Rupprich, Dürer (
nobd.
,
1506
):
Ggeben zw Venedich newn or in dÿ nacht, am Samstag noch Lichtmes jm 1506 jor.
Baumann, Bauernkr. Rotenb. (
nobd.
,
um 1525
):
An disem abent [...] zwüschen 5 und 6 or hat man den hergot am kreutz gekopft und die arm abgeschlagen.
umb fünf or hat man zwo zelt, drey wegen mit pulfer und stain, zwo püchsen [...] verordnet.
Kurrelmeyer, Dt. Bibel (
Straßb.
1466
):
wo das wer geschechen das in eim punckt einer oren ein schwerer mensch also vbergangen wer grosse weyt der erden.
Chron. Augsb. (
schwäb.
, zu
1374
):
nach dem ave Maria do hett der man
[›Mond‹]
grozz arbait wol 4 or: er ward schwartz und verlos sinen schin.
Haage, Hesel. Arzneib.
13v, 4
(Hs. ˹
noobd.
/
md.
,
E. 15. Jh.
˺):
galmei und tintigen, daz sol man prennen in ainem newen hafen und sol daz lezzen ab iiii or vert
[›3 bis 4 Stunden‹]
in ainem belischen wein.