Padscherer w̃l bardscherer Barbitõsor balwirer.
Schmidt, Frankf. Zunfturk.
1, 203, 21
(
hess.
,
1535
):
wo eyn witfraw [...] sich widderumb ins hantwerck mit eym frembden verandert, der sal eym hantwerck geben fur eyn kalp, anderhalben gulden [...], eyn kan [...] und sieben schilling fur das badt.
so eyner ire [meistere] geselschaft wil han, der sal eyn gulden geben inne die buße, [...] eyn kalp als gut als eynen halben gulden, und darzu sal er die meystere gemeynlichen inne das badt furen.
Spanier, Murner. Schelmenz.
10, 16
(
Frankf.
1512
):
Wen sy schon betten oder lessen, | So ist ir hertz im bad gewesen.
Jungbluth, J. v. Saaz. Ackermann
20, 6
(Hs. ˹
omd.
,
1465
˺):
hastu nicht bekant den philosophen, der in dem bade sterben wolte.
v. Tscharner, Md. Marco Polo
3, 13
(
osächs.
,
2. H. 14. Jh.
):
Dy groze Armenie hot vil stete unde burge unde edile bat.
da er [Teuffel] dem menschen [...] ein truͤncklin schenckt [...] das da heisst hellen angst, und jnn ein bad fuͤret
[›einheizt‹],
da er ligt wie jnn einem gluͤenden ofen, das jm das hertz zu schmeltzen moͤcht.
sehet, wie bos die regenten sind, sunt Tyranni et wuͤtriche. [...] non magna coecitas, quod pugillus aquae purificaret animam, quam bibit vacca? pfu des bads an.
Klinget wie ein fortz ym bade.
Bad oder Badstuben Jdem Warmbadt Sehlbadt [...] Schweißbadt [...] Wasserbadt.
Wol auf gen pad! | Ir herrn, mit lecken, paden und krauen | Kan ich versehen wol die frauen.
Dinklage, Frk. Bauernweist.
31, 12
(
nobd.
,
1522
):
wo der bader zu geburlicher zeit sein bade nit wesenlichen hielt.
Loose, Tuchers Haushaltb.
(
nürnb.
,
1517
):
von einem rauttenfenster czuvernewen in dem abcziehkemerlen vor dem pad per Haincz beczalt.
Hampe, Ged. v. Hausrat
2, 6, 1
(
nürnb.
,
1544
):
Wen man den in das pad wil gan | Ein krueg mit lawgen mues man han / Padmantl, padhuet vnd Hauptuech.
Daß sie [Krancke] sich solten innen halten | Von kirchen und bad sich abspalten.
Roloff, Brant. Tsp.
1676
(
Straßb.
1554
):
Ich wolt ein mal gon in das bad | Ich hab lang zeit gebadet nit.
Bad (das) Ein ort da man badet. Lauacrum, Balneum. Das zum Bad oder badstuben dienstlich ist.
Morrall, Mandev. Reiseb.
59, 26
(
schwäb.
,
E. 14. Jh.
):
hundert schrit gen Salomons tempel veretz an ainem ende in der statt da ist daz bad unsers herren.
Dar nach kumpt man zů ainer stat, die haisset Phonnia, und sind vil warmer beder da.
Müller, Nördl. Stadtr.
(
schwäb.
,
1348
/
50
):
wa uf ainen gelt erclagt wirt und man phant zů im gesucht haut ze hus und ze hof und niht enfint, des gut mag der anclager verbieten, wa er das ankomen mag. es sie ze den juden. ze schnidern. ze der schmit oder wa das ist one sin gwant in dem bade und das brot in dem bachofen.
die pfeifer sollen den ersten tag der hochtzeit gantz auswarten und den andern tag [...] den junckfrauen gen bad und zum tantz pfeifen.
Es sol auch kain fraw kainen kintpett hof haben denn vier frawen und ir můter und swestern mag eine mit ir gen bad laden ungeverlich.
sol der clager oder iemands von sintwegen mit den knechten geen und ẇ die knecht in in unser stat vindent, usgenommen in der kirchen oder im bad. in des clagers gegenwürtikait annemen.
Es sind hie die prunnen in den gemeinen baden, auch alle der stadt deichel zů den rörkasten verfroren.
sollen, die mit der kranckhait der pestilentz beladen, auch die, so die krancken behausen, die zeit der sterbenden leuff sich der offnen beder müssigen, desgleichen die bader solliche befleckte und andere frembde personen in bädern nit baden lassen.
Gehring, Würt. Ländl. Rechtsqu.
3, 676, 25
(
schwäb.
,
um 1530
):
wer der obgeschribnen frevel ainen oder mehr begieng im bad, vor der schmiten oder vor gericht, der sol den verwürckten frevel zwyfach bezallen.
Wintterlin, Würt. Ländl. Rechtsqu.
(
schwäb.
,
1614
):
Es soll auch niemand so mit dergleichen suchten und krankhaiten befleckt in das offen gemaine bad, würtsheüßer oder versamblung gehen.
Er erkaͤltet auch das warm bad Neronis. [...]. Von einem vngeschickten [...] Menschen / der so redet vnnd schreibet / daß er auch das waͤrmste bad kuͤnt erkaͤlten. [...]. Was soll der Hund im bade? [...]. Gehe ins bad / vnd werde nicht naß.
von kostlichen Baͤdern vnd andern herrlichen gebaͤwen.
kan ich nicht vmbgehen / etwas von dem Mißbrauch / welcher in vnseren Baͤdern vielmals vorgehet / anzudeuten. Man sagt im gemeinẽ Sprichwort / das Baden / wendet nicht allen Schaden.
Vogel, Urk. Heiliggeistsp.
1, 524, 31
ff. (
moobd.
,
1474
):
ainer dieren, die man von auͤswendig in der stat in das pad bestellen sol, die den duͤrftigen imm pad auͤswart [...] zehen pfening fur ir mue.
Straus, Juden Regensb.
571, 67
(
oobd.
,
v. 1588
):
der Bader,
der villeicht der J[uden] halb sein pad nit veroͤdigen will
[Regestbeleg].
Siegel u. a., Salzb. Taid.
(
smoobd.
,
1585
):
wurde aber [...] ain hieiger angesessner gerichtsman ôn vorwissen seiner herrschaft ainen in sein hauß, tafern, müll oder pad bestandsweis aufnemmen.
das niemand hiebei in stuben noch öfen dörren noch prechln soll bei dem wandl, sunder hindan in einem padt.
Winter, Nöst. Weist.
(
moobd.
,
M. 15. Jh.
):
zu schmidt zu pad zu vleischpank sein drei gemain freiung, wer dawider fräflt, hat verwandlt 5 tal. ₰.
das padtholz haben si frei von genaden.
Angneyt dÿ baddregeren ibidem.