Ziesemer, Gr. Ämterb.
28,
Anm. 3 (
preuß.
,
1431
):
Dese amptczedele ist dorumbe alhie geschreben, wendt man do vorne nicht mehe ruͦmes mocht gehaben.
das sie must geberen zu Bethlehem, an eim frembden ort, da sie keyn raum hett mit yhrem kind, denn ym stall zu liegen.
das wasser thu sich beseyt und gebe raum, das die erde herfur komme, darauff man wonen muge.
Gleich wie eyn acker, der on dornen und streuche feyn gleich und reumig stehet wie eyn schoͤner reyner platz.
Peil, Rollenhagen. Froschm.
147, 3186
(
Magdeb.
1608
):
Wie denn Weißheit vnd guter Rath / | Jm feisten wanst wenig raum hat.
ES hatten aber am Eychenbawm / | Eingenommen ein grossen Raum / | Ein Fewrwurm / viel Meyn / vnd Roßkefer.
[Die Kleider]
sin vur enge neigst der hant, darnach weiter und raumlicher bis oben an die scholter des wambis-romp.
diß krut [...] geleyt vff die brust benympt den zwang an dem hertzen vñ machet auch also genutzet eỹn rumig brust.
Kurz, Waldis. Esopus
(
Frankf.
1557
):
Geh weg, gib raum, oder will dich schlagen.
Eggers, Psalter
34, 9
(
thür.
,
1378
):
Vnde er leite mich in einen rum
[Äquivalent zu lat.
latitudo
]
; un̄ behelt mich, wende er wolde mich.
Kehrein, Kath. Gesangb.
(
Bautzen
1567
):
Geleget [Christus] in ein krippelein, | Sonst war kein raum vorhanden.
Ach, daß ich
[der gefesselte Wolffdietrich]
so vil raums kŏndt finden, | Daß ich die Strick hie möcht auffbinden!
sovil sie mocht raum und blatz haben / packt sie irer kleider zuͦsamen.
Fichtner, Füetrer. Trojanerkr.
309, 5
(
moobd.
,
1473
/
8
):
Do Troillus zue handen | sein schwert ergraiff [...] | umb Hectoren ein rawm er manlich machte.
Grothausmann, Stadtb. Karpfen
931, 12
(
mslow. inseldt.
,
1577
):
Matts ZaiślPrunner [...] hat śeine aigne Weinśtöck Zue Peśśerm raum der hüetten auśgehaut.