raum,
Adj.
›frei (von e. S.), offen (für etw.)‹; auch: ›geräumig, weitläufig‹; überwiegend von zweidimensional, teils von dreidimensional gedachten räumlichen oder raumähnlichen Bezugsgrößen; gelegentlich ütr. auf zeitliche Fristen, Zeitspannen: ›großzügig bemessen‹; vgl. (
der/das
) 1; 6.
Bedeutungsverwandte:
; vgl. 1, (Adj.) 1.
Wortbildungen:
räumde
›Geräumigkeit, Platz‹ (dazu bdv.: vgl. 2).

Belegblock:

Holland, H. J. v. Braunschw. V. e. vngerat. Sohn (
Wolfenb.
1594
):
Man mus ein raum Gewissen haben, Wann man solche sachen verrichten wil.
Toeppen, Ständetage Preußen
2, 511, 34
(
preuß.
,
1442
):
euwir gnade welle ruwm gnug
[›mit genügend zeitlichem Spielraum; früh genug‹]
in die gebiete schriben, das arm und reych zcusampne komen mogen.
Lohmeyer, K. v. Nostitz (
preuß.
,
1578
):
am dorffe Kriewenen ist ein gute mulstete [...], leit in raumem lande uber der Mimel.
Peil, Rollenhagen. Froschm.
296, 1085
(
Magdeb.
1608
):
Das er auch that ein raume zeit / | Biß jm vertraweten die Leut.
Ebd.
625, 3732
:
Darumb hielten sie allzumahl / | Vnten am Berg im raumen Thal.
Buch Weinsb. (
rib.
,
1575
):
Es [das haus] were wol gelegen, het gutte reumde, auch win- und beir-kellers.
Kehrein, Kath. Gesangb. (
Köln
1582
):
Du machst mein ban raum vnter mir, | Mein fuͦstrit gleiten nicht fuͤr dir.
Voc. Teut.-Lat.
bb iiijv
(
Nürnb.
1482
):
Rume odʼ weyt. spaciosus amplus.