raum,
Adj.
›frei (von e. S.), offen (für etw.)‹; auch: ›geräumig, weitläufig‹; überwiegend von zweidimensional, teils von dreidimensional gedachten räumlichen oder raumähnlichen Bezugsgrößen; gelegentlich ütr. auf zeitliche Fristen, Zeitspannen: ›großzügig bemessen‹; vgl. (
der/das
) 1; 6.Wortbildungen:
Belegblock:
Man mus ein raum Gewissen haben, Wann man solche sachen verrichten wil.
euwir gnade welle ruwm gnug
[›mit genügend zeitlichem Spielraum; früh genug‹]
in die gebiete schriben, das arm und reych zcusampne komen mogen. am dorffe Kriewenen ist ein gute mulstete [...], leit in raumem lande uber der Mimel.
Das er auch that ein raume zeit / | Biß jm vertraweten die Leut.
Ebd.
625, 3732
: Darumb hielten sie allzumahl / | Vnten am Berg im raumen Thal.
Es [das haus] were wol gelegen, het gutte reumde, auch win- und beir-kellers.
Du machst mein ban raum vnter mir, | Mein fuͦstrit gleiten nicht fuͤr dir.
Rume odʼ weyt. spaciosus amplus.