1.
›Welt, diesseitiger sozialer und politischer, alles umfassender Lebens- und Handlungsraum sterblicher Geschöpfe‹ (allgemein; oft im Unterschied zum Paradies, zum gottnahen Himmel); in vielfacher Weise ütr. und spezialisiert: ›Ort des körperlichen Menschseins, der Vergänglichkeit, Sündenverfallenheit‹; ›irdische Existenz des Menschen‹; pejorativ dazu: ›Jammertal irdischer Existenz‹; temporal: ›Zeitspanne irdischer Existenz, Lebensspanne eines Menschen‹; oft universalisierend: ›Gesamtheit aller Bewohner der Erde, aller irdischen Geschöpfe‹;
Texte der Sinnwelt ,Religion / Didaxe‘.
Syntagmen:
das e. beerben / besitzen / nemen / reichen
›regieren‹
/ sehen / wiegen, an leuten erfüllen, mit freude empfangen, got das e. beschaffen
;
das e
. (Subj.)
ausgehen / erschrecken / die worte hören, zu schwach sein
;
auf das e. kommen, gestossen werden, got etw
. (z. B.
plage
)
auf das e. senden, j. auf dem e. (nicht ewig) sein / leben / wonen, auf dem e. wandeln, glauben finden, einen vater / keine bleibende stat haben, auf dem e. etw. erleiden / (nicht) finden, etw
. (Subj.)
auf dem e. geschehen, sitte sein, jn. auf dem e. ernären / strafen, frieden geben, die leute auf dem e
. [wie]
sein, got den menschen auf dem e. machen, jn. in das e. füren, das auge in das e. keren, im e. die arbeit / härtigkeit fliehen, j. / etw. von dem e. ausgehen / kommen / ziehen, jn. von dem e. austilgen, Christus von dem e. in himmel faren, j. zu dem e. keren
;
das arbeitselige / ganze e
.;
das e. der lebendigen
;
got, der fürst / geselle / herre des erdreiches
;
die ritterschaft / stat, das leben, die leute / völker / wunderzeichen auf dem e., gewalt in himmel und erdreich
.