übersiegen,
V.
›jn. / etw. kämpfend, siegend überwinden, überwältigen; in einer als religiöser
streit
metaphorisierten Auseinandersetzung zwischen Gegebenheiten wie
begerung
1; 3,
fleisch, welt
, dem
schlangen
, dem
teufel
1 einerseits und
1
glaube
4,
odmut
,
sele
andererseits obsiegen‹; vgl. (Präp.) 2 (ütr.).
Syntagmen:
den sieg, die welt, die sele, das fleisch ü., durch streit ü
.

Belegblock:

Helm, H. v. Hesler. Apok. (
nrddt.
,
14. Jh.
):
Der sigenumftige strit | Der die werlt ubersiget | Und den tuvel vordiget, | Ist unser geloube.
Ders., H. v. Hesler. Nicod. (
nrddt.
,
14. Jh.
):
Sus wart der sige ubersiget | der kempfe ubervohten.
Schöpper (
Dortm.
1550
):
Superare. Sigen obligen obsigen ¶ vbersigen vberwinden vberringen bestreiten vberstarcken.
Reissenberger, Väterb. (
md.
, Hs.
14. Jh.
):
Ist daz er ouch da ob liget, | Die begerunge uber siget | Durch den kamplichen strit.
Helm, H. v. Hesler. Apok. ;
Rieder, St. Georg. Pred. ;
Schmitt, Ordo rerum
674, 29
.