übersilbern,
V.
›etw. (metallische Bezugsgrößen sowie Gegenstände mit Zierfunktion, oft aus dem Bereich religiöser Verehrung) übersilbern, mit Silber beschlagen, silberähnlich verzieren‹; vgl. (Präp.) 2; 3.
Bedeutungsverwandte:
, .
Syntagmen:
kupfer ü., blei mit wasser ü
.; im Part. Perf.:
eine stange, ein holz, eine hülzene hand, federn (der tauben) übersilbert sein
;
die übersilberte schlange
; nachgestellt:
das evangeliale, übersilbert
.

Belegblock:

Ziesemer, Proph. Cranc Bar.
6, 7
(
preuß.
,
M. 14. Jh.
):
ja ist ir
[der
gote
]
holtz geslichtet von dem czymmermanne, is ist ouch obirguldit und obirsilbirt
[
Eck
1537:
falsch [...] versilbert
;
Luther
1545:
mit [...] silber gezieret
]
und ist valsch und mogen nicht sprechen.
Ders., Gr. Ämterb.
193, 14
(
preuß.
,
1420
):
6 stangen dy synt obirsulbirt, item 2 rochekerczen.
Perez, Dietzin
1, 44, 10
(
Frankf.
1626
):
Aesculapius, [...] hat ein vbersilberte Schlang zu seinem Zeichen.
Ermisch, Freib. Stadtr. (
osächs.
,
um 1466
):
[es sal kein goltsmid] kein koppfer ynnewenig obirsilbern und ussewenig vergulden.
Gille u. a., M. Beheim
318, 59
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
es zimpt nit wol, | das man mit kupfer gulte | und über silbern sulte | mit grobem wasser blei.
Sudhoff, Paracelsus (
1525
/
6
):
diser schaum ubersilbert ein ietlichs kupfer aus art des mercurii.
Ziesemer, Gr. Ämterb.
167, 7
;
Wendehorst, UB Marienkap. Würzb.
485, 45
;
Kurrelmeyer, Dt. Bibel ;
Warnock, Pred. Paulis
4, 12
;