übersenden,
V.;
im Prät.
-sandt-
.
›jm. etw. (z. B. ein Verzeichnis, ein Maß) zusenden, zuschicken, mitteilen; jm. etw. (z. B. Leiden) zukommen lassen; jn. (z. B. Christus als Beschuldigten) an jn. überweisen, übergeben, ausliefern‹; vgl. (Präp.) 3 (ütr.).
Wortbildungen:
übersendung
›Zusendung‹ (dies mit der Wendung: ,religiöse Verwandlung, Bereitung für das
ewige leben
‘).

Belegblock:

Luther. Hl. Schrifft.
Lk. 23, 7
(
Wittenb.
1545
):
als er vernam / das er [Christus] vnter Herodes öberkeit gehöret / vbersandte
[
Mentel
1466:
sant
;
Eck
1537:
sendet
]
er jn zu Herodes.
Kehrein, Kath. Gesangb. (
Köln
1582
):
ihm [mann] ist leiden vbersandt, | Daß auff ihn ellend vielerhand | Herdringt von allen seiten.
Wunderlich, Fierrabr.
120, 23
(
Simmern
1533
):
darnach will ich euch meinem Herren dem Ammiral vbersenden / seines willens mitt euch zupflegen.
Lichtenstein, Lindener. Katzip.
179, 24
(o. O.
1558
):
Dasselbige kunstreiche, abgespandte, [...] maß
[des Riesen]
ist in alle künigreich [...] bey eygenen botten und brieffes-zayger ubersendet worden.
Küther, UB Frauensee
384, 1
(
thür.
,
1528
):
haben wir unns derselbenn gerechtigkeyten uff dem chloster Sehe, [...] zu erforschenn bevlissenn, die e. cf. g. wir inn volgenndem vertzeichnus thun ubersenndenn.
Voc. Teut.-Lat.
hh vjir
(
Nürnb.
1482
):
Vbersendung. transmissio.
Morgan u. a., Mhg. Transl. Summa
342, 7
(
schwäb.
,
14. Jh.
):
da von die vorgenanten reden der übersendunge der redelichen creaturen in daz ewig leben, diz heizet die fürbereitunge, wan fürbereiten ist alse senden.
Krebs, Prot. Spey. Domkap.
1, 615, 5
;
Voc. Teut.-Lat.
hh vijr
.
Vgl. ferner s. v. 5.