überselig,
Adj.
›überaus glücklich, überselig, glückselig‹ (wobei die Qualität ,selig‘ von der jeweiligen, teils protestantisch-kirchlich, teils mystisch orientierten Theologie des Quellentextes abhängt); zu (Präp.) 10.
Bedeutungsverwandte:
vgl. 1, 1; 3, 1.

Belegblock:

Luther, WA (
1544
):
Daher seid jr [...] selig und uberselig, denn jr habt nu das rechte guͤlden jar und eitel Gnadenreiche und selige zeit.
Stambaugh, Milichius. Zaubert.
5, 3
(
Frankf./M.
1563
):
So vil das erste belangt / ist die Kirch [...] zuͦ unser zeit selig vnnd uber selig / denn wir alle bekennen muͤssen / daß [...] die reyne seligmachende Lehr nie so klar [...] ist offenbart und erleutert worden.
Vetter, Pred. Taulers (
els.
,
1359
):
wie sint die so selig und úber selig die sich alsus lossent suͦchen und vinden, das si der herre alsus in fuͤre und si mit im vereine in unsprechlicher wise!
Bauer, Zist.-Pred. Haller
61, 344
(
tir.
,
1466
):
wie sellig ist der mensch vnd v̈bersellig, den da lieb hat got der vater.
Dies., Haller. Hieronymus-Br.
65, 44
(
tir.
,
1464
):
nur die sellikhait die soltu suchen, zu der ich iczund zu nähen pin als gar v̈bersellikleichen.