überschicken,
V.
›(jm.) etw. (oft Texte aller Art, auch handhabbare Gegenstände) zuschicken, zusenden‹; vgl. (Präp.) 3, .
Seit dem 16. Jh.
Bedeutungsverwandte:
1, ; vgl. .
Syntagmen:
jm
. (z. B.
dem freunde / der fakultät
)
etw. (indicia, papier, ein schwert, eine copie, einen brief / traktat
)
ü
.
Wortbildungen:
überschickung
.

Belegblock:

Luther, WA (
1521
/
2
):
hab ich mir auch eyn Apocalypsin geschrieben, wil die mit teylen allen, die yhr begeren, wilch ich alhie mit uberschick ewr gestrengheytt, meyn williges gemuͤtt und danckparkeit zu erzeygen.
Oorschot, Spee/Schmidt. Caut. Crim. (
Frankf./M.
1649
):
Welche [Richter] ehe sie zur Tortur schreiten / die indicia, ein vnnd anderer Juristen Facultet vberschicken / vnnd sich belernen lassen.
Küther, UB Frauensee
387, 16
(
thür.
,
1528
):
habenn wir die [copienn] unns zu verdeutzschenn [...] unnd e. cf. g. alsdann zcum fürderlichsten durch mich [...] zu uberschickenn enntschlossenn.
v. Ingen, Zesen. Ged.
394, 18
(
Breslau
1641
):
bracht ich den gantzen Verlauff unserer Reise zu Papier / wie es hier meinem vielguͤnstigem Freunde von mir uͤberschicket wird.
Kehrein, Kath. Gesangb. (
Nürnb.
1631
):
also daß ich zu einer newen edition [...] ersucht, auch durch vberschickung anderer [...] Gesaͤnger, [...] angetrieben worden.
Rennefahrt, Staat/Kirche Bern (
halem.
,
1600
):
das sy disen oder jänen mönschen umbbracht, [...], das sy sölches [...] in erfharung bringind und dann in überschickung der processen dessen ir gnaden verständigen.
Ralegh. America ;
Perez, Dietzin
1, 45, 3
;
Bauer u. a., Kunstk. Rud.
829
;
Vgl. ferner s. v. 10.