überschönen,
V.
›jn. / etw. mit überragender Schönheit ausstatten, zieren, darstellerisch, mit Worten überhöhen, preisen‹; bezogen auf die Gottesmutter: ›jede Schönheit überragen, übertreffen‹;
Bedeutungsverwandte:
; vgl. 2, 1e, 2.

Belegblock:

Gille u. a., M. Beheim
30, 22
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Er [engel, Lucifer] was gecront | und uberschont | ober in allen.
Ebd.
161, 207
:
ein lob, das da wirt gechront, | allein mit worten uber schont.
Sachs (
Nürnb.
1558
):
die poeten uberschöndt | Sollen zu ehren werden kröndt | Mit einem lorberpaummen krantz, | Welche sindt perfect, gut und gantz.
Ebd. (
1560
):
So wil ich lassen machen ein | Hültzens bild nach irer
[Cleopatra]
gestalt, | Artlich geschnitzet und gemalt, | Mit kleidern ziert und uberschönet.
Spechtler, Mönch v. Salzb.
3, 5
(
oobd.
,
3. Dr. 14. Jh.
):
keusche Maria, | In dem höchsten tron gechrönet, | dein schön all schön überschönet.