überschränken,
V.
›quer, übereinander gelagert sein (z. B. vom Stand der Zähne gesagt); etw. mit etw. anderem überlagern‹ (z. B. von Balken); ›sich / etw. überschneiden, überkreuzen‹ (von Planetenbahnen); vgl. (Präp.) 3.
Obd.
Wortbildungen:
überschränkung
›Schnittpunkt / Überschneidung geometrischer Größen‹ (dazu bdv.: vgl. ).

Belegblock:

Sachs (
Nürnb.
1547
):
Ein kind, darinn geborn frisch, | Wirt weibisch, mit schlecht langem har, | [...] | Uberschrenckt zen, ein hohen mund.
Kurrelmeyer, Dt. Bibel Var. (
Straßb.
1466
):
er bedeckt den estrich des hauses mit gehobelten
[Var. 1475
2
–1485; 1490:
uͤbergeschrengkten
;
Luther
1545, 1. Kön. 6, 15:
tennen bretter
]
tannen.
Brévart, K. v. Megenberg. Sphaera
9, 2
(
noobd.
,
1347
/
50
):
der selben leut kraiz, den man haizzet den augenender, der uͤberschrenkt den ebennehter und wirt von im uͤberschrenkt an zwain steten, also, daz von der schrenkung enspringent aufgerehteu winkellein, die rundengroͤzzig sein.
Ebd.
27, 28
:
Die zwen ohsenzegel uͤberschrenkent sich auf den himelspitzen.
Ebd.
46, 4
:
daz deu sunne zwir get in dem jare durch iren haubtpunct; und der selb kraiz uͤberschrenket den tyrkraiz zwer.
Ebd.
49, 15
:
daz ir augenender uͤberschrenket den tyrkraiz an zwain puncten.
Ebd.
57, 5
:
der fuͤrer uͤberschrenkt den gleicher an zwain steten.
Ebd. 8:
deu uͤberschrenkung, durch die der mon weltzzet von mittemtag gegen der pernspitzzen, haizzet dez drakken haubt.
Ebd.
46, 7
.