überhöhen,
V.
1.
in einer Reihe von Belegen auf Bewegungen oder Zustände bezogen, die als Höhenveränderung von unten nach oben, als Höhencharakterisierung oder als Übergriff von oben nach unten metaphorisiert sind; im Einzelnen: a) ›sich über etw. als höchstmöglich Gedachtes erheben, hinwegbewegen‹ (von der
sele
gesagt);b) ›etw. (eine Vergleichsgröße) an Höhe überragen‹ (von Häusern, Bergen);
c) ›über etw. Höheres hinübersteigen‹;
d) ›hoch oben, über allen anderen thronen, schweben‹ (vom alttestamentlichen Gott);
e) ›jn. (Gott) höher als alle anderen verherrlichen, loben, preisen, rühmen‹;
Belegblock:
Zu a):
da faͤhret dahin die gleubige Seele / den Weg der Ewigkeit [...] vnnd dringt durch die Staͤdte der Elementen / sie uͤberhoͤhet weit die Feste der Sterne.
Zu b):
als die berge die erden | Uber hoen und uber caffen, | Als tuent sie die Got geschaffen | Hat hir zu sulchen eren.
Jn dem verordnettend ouch die allten ettlich büchsenschützen jn ij hüser / die dann die nüwen überhochen moͤchtend.
Zu d):
O herr gott vnser vetter, du bist gesegent: vnd loblich vnd wunnsam vnd vberhoͤcht in den werlten.
Zu e):
Zu f):
wo si den üns überhoͤhent mit einem huffen an dem berg, und der ander in der ebne wartet, so mogend wir aber nüt zuͦ fechten komen.
2.
›jn., js. Taten übertreffen, überragen‹ (in den lexikographischen Belegen allgemein oder unspezifisch); vgl. (Präp.) 2; 10.Wortbildungen:
überhöhung
Belegblock:
Vberhochter vbertreffenlicher. excelsus.
Ebd.
hh vijv
, 7: Vberhochter. prepollẽs. i. excelsus.
das er [Allexander] des herrn Hercules | werlich und mendleich tat | wolt uber hochen an der stat.