überschwenken,
V.
›gleichsam überwallen, überfließen, überströmen‹ (von Gott, von Abstraktgrößen wie
freude
gesagt); im Einzelnen tropisch: ›vom Guten zum Bösen schwenken‹; refl.: ›sich überfließend in sein Gegenteil verwandeln‹ (z. B. armut
zu reichtum
); trans.: ›etw. mit etw. überfluten‹ (ütr., z. B. das herz
mit freude
); zu (Präp.) 3 (ütr.).Belegblock:
yhr
[der
gemeynen]
armut, obs wol tieff ist, hatt sichs doch vbirschwenckt als eyn reychtum. Wan denne got ein überswenkende wesen hât, dar umbe überswenket er allem bekantnisse, [...], daz diu sêle îngebildet wirt in die êrsten lûterkeit.
JEsu wie suͤß werd dein gedenckt, | Sein Hertz mit Freud wird überschwengt.
min herze in mime libe wolte mir zerspringen von rehter v́berswenkender froͤiden.
do ich bevant daz ich dirre grosen vͤbenden martel lidig worden was, do wart mine natvre [...] also vol v́berswenkender froͤiden, daz ich [...].
aber fur ein überswencken | und vor andern posen sachen | mag sich wol ein mensch vermachen.