überschweben,
V.;
meist im Part. Präs. belegt.von
got
1; 2; 3 und seinen Seinsqualitäten (einigkeit
3, friede
, gnade
1, güte
4, liecht
[das
] 4, stilheit
3, volkommenheit, warheit
) gesagt, die als über einem Untergeordneten (z. B. der vernunft
) schwebend und als Quelle der ausfliessung
3 ertextet werden; vgl. (Präp.) 1; 2; 3, .Texte der Sinnwelt ,Religion / Didaxe‘.
Belegblock:
last ewre bitte durch gepett und flehen mit dancksagung kund werden bey gott, und der fride gottis, wilcher uberschwebt aller vornunfft, beware ewre hertzen.
Der frid Gottis, wilcher allen synnen ubirschwebt, wolle bewaren ewre hertzen und synne ynn Christo Jhesu.
Drumb ist es ein sollicher fride, der da die vernunfft und alle synne ubertrifft und uberschwebt, denn die vernunfft kan keyn frid begreiffen denn den weltlichen oder eusserlichen fride.
Lucas sprichet: ,ein mensche‘. Er ist ein und ist ein mensche. und er ist niemanne glîch und ist über al überswebende.
diu vernunft der sêle nimet got, als er ein lûter wesen ist, ein überswebendez wesen.
Ez sprichet ein heidenischer meister: daz überswebende natiurlich lieht der sêle daz ist sô lûter und sô klâr und sô hôch daz ez rüeret engelische natûre.
sîn
[des
herren]
hêrschaft liget dar ane, daz er möhte schepfen tûsent werlte und er dâ enboben allez überswebete in sînem lûtern wesene. daz götlich lieht [...]: daz ist sô lûter und sô überswebende und sô hôch, daz alliu lieht ein vinsternisse sint und ein niht wider disem liehte.
Dor um ist die gotheit in ir selber die unbeweglich einikeit und die uberswebent stillheit und ist ein anfank aller au̇zfliezzu̇ng.
fornuft ist cleine wider deme lichte der gnade. gnade ist ein licht ubir swebinde und geit ubir alliz daz Got ie geschuf.
Ebd.
23, 15
.