überleiten,
V.;
schwach belegt (s. auch ; historisch gesehen Kausativum zu
2
).
›jn. militärisch überrennen, überlaufen; jn. überfallen‹; vgl. (Präp.) 2; 3 (ütr.); 11; Basis auf das Bedeutungsfeld von
leiten
nicht überzeugend beziehbar.
Bedeutungsverwandte:
vgl. 1, 4, 2.

Belegblock:

Chron. Augsb. (
schwäb.
,
E. 15. Jh.
):
der Lüttischer hauptman, [...] ließ hinder im zwai hundert wägen und dreu hundert püchsen, dann er was überleitet.
Turmair (
moobd.
,
1522
/
33
):
heten damals die Teutschen so vil volks, machten und zugen so vil kinder aus, das si wie die impschwärm und ameißhaufen auch ganz Asien überleiten und zudeckten
(Beleg auch zu
überlegen
, V., 1 stellbar).
wiewol er sich unschuldig west, forcht er, er würd von den Rorbecken überleit, erschin nit.