Helm, H. v. Hesler. Apok.
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
Also swendet der tuvel sich, | Sin arbeit ist als ubelich.
Malè succedere. [...] Mißlingen mißgehen mißgerathen verungeluͤcken mißgeluͤcken vbel außschlahen.
Aegrè ferre. Vngern haben vbel fur gut nemen fur uͤbel nemen.
Es wird aber zu letzt ubel ausgehen, wenn das ende dieses Psalms auch ein mal wird angehen.
Leman, Kulm. Recht
(
Thorn
1584
):
ist das eyne vrouwe eynen man hat der obil geraten ist.
Quint, Eckharts Trakt.
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
daz si [tugent] hât ein innigez werk: wellen und neigen ze allem guoten und îlen und widerkriegen von allem dem, daz bœse und übel ist, güete und gote unglîch.
Meijboom, Pilgerf. träum. Mönch
4075
(
rib.
,
1444
):
He is oevel ind qualich beleyt | De mit deser wapen neit en is gecleit.
Ich
[der Teufel]
han gevarn eine vbel vart, | sit ich vberwunden bin.
Sin
[Jesus]
vbel werg, sin vbel gedang | vns dar zu getwungen hant, | daz wir in haben herbrath.
Karnein, Salm. u. Morolf
2, 4
(
srhfrk.
, Hs.
um 1470
):
es war ein ubel stunde, | das sie [wip, eins heiden dochter] an die welt wart geborn.
Sievers, Oxf. Benedictinerr.
(
hess.
,
14. Jh.
):
Daz ist der funfte grad der otmutkeide, daz sie alle ubele gedenke [...] bit otmudger bigithe ir ebdissen nit inverhele.
wan iecliche werden so irvullit mit dem ubelen geist der stolzheide, daz sie [...].
Harms u. a., Alberus. Fabeln
37, 5
(
Frankf./M.
1550
):
wenn er sagt was jhr vbel anstunde / name sie es vor vbel.
Strauch, Par. anime int.
70, 1
(
thür.
,
14. Jh.
):
tugint ist ein guit aneval der sele, den niman ubile nutzit, den Got in uns ain uns wirkit.
Eggers, Psalter
1, 3
(
thür.
,
1378
):
Der ist eyn selik man der nicht vur in deme rate der vbeln.
Si werden wedergekeret vn̄ schemen sich, di mir vbele dencken.
Langen, Myst. Leben
212, 5
(
nobd.
,
1463
):
wil er wol sterben, so / scholt er vor ein gut leben füren, / wann so kund er nicht vbel sterben.
Gille u. a., M. Beheim
40, 60
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Mit gwalt also | gepeutet er | auf alle ort | den ubeln geisten da!
du pist die frau zu Abela, | die der stat frid und sun gewanne | von ainem ubeln manne.
Mayer, Folz. Meisterl.
(
nobd.
,
um 1480
):
an der cristenheit wurt erfult das wort „wer dir übel redt, der sein vermaledeit“.
Vbelhafftiger od’ poßhafftiger. maliciosus.
Vbelhafftigkeit poßhafftigkeit. maliciositas.
Vbelheyt poßheyt vbeltat vbelkeyt. malignitas malignitudo malignantia.
etwas grewliches vrtheils dise jnen machen / die jre Pfarrherrn vnd Kirchendiener vbel halten.
Vetter, Pred. Taulers
(
els.
,
1359
):
So sprechent si, si woͤlten noͤte úbel tuͦn.
Williams u. a., Els. Leg. Aurea
503, 13
(
els.
,
1362
):
eine swarze kacze, [...], der oͮgen brantent als ein fackel vnd lies von ir gar ubelen gesmag.
Gilman, Agricola. Sprichw.
1, 28, 27
(
Hagenau
1534
):
und [der Teuffel] spricht / Pfuat / Da geriedt es [erden klump] ubel / und ward ein Münch darauß.
Du horest ubel / ich muß dich einmal zum bade fueren.
Almusen geben armet nicht / | Ubel gut das reichet nicht.
Ebd. 2, 19, 16
([
Augsb.
]
1548
):
ob dir wol die welt übel lohnet / so fare du doch fort / mit wolthuͦn.
Es ist droben gesagt / das Sauffen / sonderlich Fürsten und Künigen / übel ziert.
Der denne v́bel gehoͤr, der nem gaissú / gallen vnd honig vnd amaissen ayger [...] vnd tuͦ das in die oren.
Koppitz, Trojanerkr.
(Hs. ˹
noschweiz.
,
15. Jh.
˺):
Ain vil übel bendig hund | Trapptte für den tische dan, | Dem kind er daz brotte nan.
Dz verdrüßt mich Vbel / die sach truckt / engt / vnd irrt mich übel. [...]. Eine die Vbel gemannet hat. [...]. Jch friß mich selbs Vbel. [...]. Es stadt ein weysen mann Vbel an. [...]. Ein vbel angelegte vñ velorne guͦtthat. [...]. Vbel aufnemen. [...]. Vbel außleyhen / namlich denen so vngern widergaͤbend. Vbel bekleidt. [...]. Vbel besittet / Vnzüchtig. [...]. Einen mit worten Vbel empfahen / vnwirsch anreden. [...]. Einen Vbel fluͦchen. [...]. Vbel für guͦt han [...]. Vbel kyden / Mißtoͤnen. [...]. Alters halb ganz Vbel moͤgend.
Sappler, H. Kaufringer
18, 9
(
schwäb.
, Hs.
1472
):
daran als vil faigkait lig | als an alten übeln weiben.
Laß dÿch deĩ vernunft weÿsen damit du nit übel redeßt.
Bauer, Geiler. Pred.
77, 10
(
Augsb.
1508
):
Saͤlig seind die sich übel gehaben und wainen / wann sy werden getroͤst.
Fischer, Eunuchus d. Terenz
(
Ulm
1486
):
(G)Ee außher du schalk. wie? [...] Fürher du übel geratner flüchtiger.
samblete sich ein zimbliche Menge Volcks, vnd zogen in Boͤhmen wurden aber uͤbel empfangen.
Jn diesem Jahr lebte Paul Stebenhaber uͤbel mit seiner Frawen.
Niewöhner, Teichner
185, 36
(
moobd.
,
1360
/
70
):
so hiezze nicht ein angster paz | denn eins uͤbeln weibez leben.
ich hort | missetat und ubelchait, | wer nicht pilleich daz ichs sait?
Hohmann, H. v. Langenstein. Untersch.
123, 52
(
moobd.
,
1. H. 15. Jh.
):
vnd etwann ir ersams vnd lobsams leben vnd lieb mit aim vbelen ent vnd versmechten habent verslossen.
Kummer, Erlauer Sp.
(
m/soobd.
,
1400
/
40
):
dar umb muͦs ich [pekch] uͤbel gedeihen. | mit der selben arbait | hab ich verdient di ewig pitterchait.