übel-
(+ Zweitglied).
hier werden in Auswahl schwach belegte, teils unfeste Wortbildungen (Reihenbildungen; meist Komposita nach dem Muster
übel-
+ Grundwort, seltener Zusammenrückungen) dokumentiert, und zwar: übel-
+ V. oder + Subst. oder + Adj. / Adv.; das Erstglied ist dabei meist als Adj. / Adv. im Sinne von übel
1; 2 (in adverbialer Funktion), nur vereinzelt als Subst. vorauszusetzen; vielfach ist die Zuordnung nicht sicher entscheidbar; für einige Vorkommen muss Analogie angenommen werden. – Vgl. auch die dichter belegten Bildungen unter einem eigenen Stichwortansatz (in einem Vollartikel).Wortbildungen:
übelgeschmak
übelhören
lästern
2 und übelreden
); vgl. (Adj.) 1; 4.übellautend
übellautig
Belegblock:
Die Ordnung der Belege entspricht der Reihenfolge der Nennung der Wortbildungen:
Zu
übelfar
: Zu
übelgeschmak
: Der erste was der Ochsenchroph, | Der ander haisset Löwenchoph, | [...] | Der wierd sei Uotz der Übelgsmak.
Zu
übelgötze
: dat schif wart genant der Oivelgotz, ind dat schif quam zu Rile.
Zu
übelhausen
: so mögen sie doch derhalben
[Bezug auf
schulden]
kaines übelhausens beschuldigt werden.Zu
übelhören
: ob er [vnser bruder] etwo ein wollust in seinem uͤbelreden vnnd lestern het entpfangen / das sprich ich / er eben denselben inn uͤbelhoͤren wider verzet vnd verlier / Welcher / dieweyl er hat gesagt was er hat gewoͤlt / ist es nit vnbillich / das er hoͤr was er nit woͤl.
Zu
übellautend / übellautig
: zuͤdem ist es neben allem schaden auch ain übellautend, schimpflich ding.
Absurdus [...] vbellautig.
Zu
übelmächtig
: des römpte sich seins schalkhaftigen gewalts der übelmechtig pfalzgraf.
Zu
übelmeinung
: Zu
übelriechend
: die da vil Bleiweiß nützenn / die gewinnen gern zeen wethum / vnd einen übelriechenden mund.
ein mensche [...] ist ein besmirter binstock, [...], ein übelriechender harmkrug, ein übelsmeckender eimer.
Zu
übelsagen
: Nichten woͤlt rúren meinen gesalbten: vnd nit woͤlt vbelsagen
[Var. 1475
boßhafftigen2
–1518: ; nd. Bibel um 1478:
maligneren;
fuͤgend [...] nichts leyds zuͦFroschauer
1531: ;
übelenEck
1537, Ps. 104, 5: ;
handelt [...] nit vbelDietenberger
1534: ;
thut [...] kein leidLuther
1545, Ps. 105, 15: ]
in meinen weyssagen.Zu
übelsager
: ob der der do ist [...] ein gemein vnkeuscher oder ein arger [...] oder ein vbelsager
[Var. 1475–
übelroͤder2
1518: ; nd. Bibel um 1478:
oeuel sprekender;
schaͤlterFroschauer
1531: ;
LestererDietenberger
1534 / Eck
1537 / Luther
1545, 1. Kor. 5, 11: ].
Zu
übelsagung
: nit widergebt vbel vmb vbel. noch vbel sagen vmb vbelsagung
[nd. Bibel um 1478:
vloke;
scheltwortLuther
1545, 1. Petr. 3, 9: ].
Zu
übelschmackend / übelschmeckend
: Vbelsmeckende stat od’ pruntzstat.
Do ging ein so grosser ubelsmackender roͮch von sime libe daz kein mensche bi ime gewonen moͤhte.
‒
Vgl. ferner s. v. .Zu
übelschwerend
: ein verruechter, übelschwerender mentsch und der sich nie verheiraten, sonder hab ein beisitz, ein ledige türnen, gehapt.
Zu
übelsprechen
: Zu
übelstehend
: Zu
übelstinkend
: Swen aber des vordruzet | Und mir die tur besperret | Und vor der tur mich erret | Mit ubelstinkenden ruchen | [...] | Dar mac nicht komen Got in.
Sy liessen den todten übelstinckenden man biß an den dritten tag also an offner straß ston.
Zu
übelweisung
: Jmproperium vorwysunge [...] schannt red aufhebung smachred [...] vbelweisung.
Zu
übelwillig
: Der ubelwillic arge wicht | Halb teilet sine tage nicht.
Vbelwilliger poßwilliger. maliuolus.
Zu
übelwollen
: