subtile,
die
.1
a) ›als Schrein oder Truhe metaphorisierte Wohnung Gottes‹ (s. u. Beleg Euling
);b) ›feines, edles Kleid‹ (s. u. Beleg
Kurrelmeyer
);Belegblock:
du pist, liebe sel, ein truh und schreyn | do sich mein gotheit neiget ein. | du pist meiner claren gotheit subtil, | kein creatur mir pas gefiel.
ich claite dich mit subtil
[Var. 1475
mit subtilen kleydern2
–1518 / nd. Bibel um 1478: , 1522:
mit subtilen dingen;
feine leinen Kleider vnd seidene Schleier]: vnd zierte dich mit zierunge. Luther
1545, Hes. 16, 10: ein sonder gedreht kunststück, [...], ist aber von grosser subtile.
Belegblock:
Cheremon ein Stoicus sagt / das die alten Egyptischen pfaffen [...] von diser zeyt an / als sie anfiengen got zuͦ dienen / das die subtile der synn dester scherpffer were.