2.
›mit einem Schloss versehener Deckelkasten zur Aufbewahrung von Wertgegenständen‹ (allgemein); speziell: ›Truhe zur Aufbewahrung von Verwaltungsschrifttum und Siegeln‹; ›Schatztruhe, Geldkiste‹; ›Kasse zur Aufbewahrung und Verwaltung öffentlicher Gelder (z. B. aus Steuern, Ablass)‹; metonymisch: ›Finanzverwaltung‹; auch (partiell offen zu
3): ›Schrein zur Aufbewahrung kultischer Gegenstände (z. B. Reliquien, Altargerät)‹; häufig diminutiv: ›Schachtel, Kassette, Schatulle (z. B. für Schmuck, Dokumente, auch für Waffen und Munition)‹; ›Tabernakel‹; Spezialisierung zu
1.
Vorwiegend berichtende Texte, auch Inventare.
Syntagmen:
j. die t. finden / haben / herauftragen / leren / öfnen
;
die t
. (Subj.) [wo]
sein / stehen
,
zu etw. gemacht, mit dem schlos verwart sein
;
etw. aus der t. nemen, jm. die barschaft, das silbergeschir aus der t. stelen
,
der böse geist in die t. gebant sein
;
geld, x gulden in die t. legen, x gulden in dem trühlein finden
,
den hauptbrief, das geld in der t. (auf)behalten, geld in der t. klingen, verschrieben sein, briefe in der t. liegen / sein
;
die t. der zunft
;
die t. voller handgranaten / pechringe
;
die t. mit der heiligen krone, das trühlein mit vil heiligtums, zu oblaten
;
die beschlagene / gemalte / gemeine / gevierte / goldene / grosse / helfenbeinene / hohe / hübsche / kleine / silberne / goldene / zypressene t
.
Wortbildungen:
›Schutzumschlag für eine Schatulle‹,
›Untergebener des Truhenmeisters‹ (a. 1589),
›Verwalter der öffentlichen Kasse‹ (a. 1608),
›Abgabe in die öffentliche Kasse‹ (a. 1542).