riz,
der
,ritze,
die
;›längliche, schmale, kleine Öffnung, Verletzung einer (festen, glatten) Oberfläche‹; ›Riss; Spalt, Schlitz‹; auch: ›Kratzer, Rissverletzung (der Haut)‹; auch ütr.; bildlich speziell: ›Grenze, Rahmen‹;
zu .
Phraseme:
ane ritze
›gänzlich unverletzt‹.Belegblock:
Christus ist nicht zwisschen den ritzen odder negel locher hinein geschloffen.
desgleichen werden die Vögel, so den Winter uber in Nestern oder Steinklüften, und in Ritzen [...] todt liegen, gegen dem Lenzen wieder lebendig werden.
solche große Zwietracht nicht kann so leicht [...] ganz ohne Ritz und Narben geheilet werden.
Deine Wangen sind wie ein Ritz
[nd. Bibel um 1478:
borke;
rindeMentel
1466 / Eck
1537: ]
am Granatapffel / zwisschen deinen zöpffen. vnder dessen sehe ich nicht / waß es schaden solle / daß sie Geistliche [...] etwan durch einen ritz zu schawen vnnd laustern moͤgen
(bei der Folter). In disses ovens hitze | Sungen sie ane ritze | Gote einen lobesanc
(die drei Jünglinge im Feuerofen bleiben unverletzt). nîmant setzit in einen schrôten grobis tûches in ein alt cleit, wan her nimet ûf sîne volheit von dem cleide, und der ritz
[
rissMentel
1466 / Eck
1537 / Luther
1545: ]
wirt ergir. [Der gfater] Zaigt im [dem richter] ritz, kritz und pewlen | Und det sich cleglich mewlen.
Jocondus eben an dem Ritz zuhörete, vnd die Jungfraw zu der Königin sprach: [...].
sîn herz nie übertretten | hât keine stunt der mâze riz.
Hab stil oder ich stos dir in die Riczenn
[hier speziell abwertend für ›Mund‹],
| Das dir das bluet her für thuett spriczenn. Moscherosch. a. a. O. ;