runzel,
runze,
letztere Form seltener; die
;–/-n
.›Falte‹; überwiegend speziell: ›Falte, Runzel in der menschlichen Haut (als Zeichen des Alters)‹; ütr.: ›Makel‹; auch für vergleichbare Erscheinungen bei Tieren und Pflanzen.
Syntagmen:
j. runzeln ausdämmen / bekommen / haben / füllen / gewinnen / machen / weren
›abwehren‹, etw
. (z. B der walfisch, die kirche
) runzeln haben, j. jm. die runzeln vertreiben
; runzeln
(Subj.) den alten leuten vergehen, von alter an der stirn werden
; j. etw. an den runzeln warnemen, die elefanten
(Subj.) die haut in runzeln ziehen, etw
. (Subj.) sich in der r. verkriechen, j. weisheit unter runzeln finden
; die runzeln an einem ochsenhals, an der stirn, an den fingernägeln, an alten leuten
; die runzeln der rinde
.Wortbildungen:
runzelhäutig
Belegblock:
Sie ist durch Eigennutz verdorben, | [...] | Faltig, schrammig und runtzelheudig.
Di wisen sayn dor abe | Daz der groze walvisch habe | Gar viel runtzeln underspalden.
Ir sollet erkennen siechthumb, wann sich die spinnen [...] an die jungen beume legen und in die gruben und runzen der rinde für dem regen [...] sich vorkrichen.
domit er selbs im die kirchen erlicht machet, das sie nit het weder mackel nach runzel.
ein wunniglich kirchen nit habent flecke oder runtz
[Var. 1475
magkel oder runßel2
–1518: ; Eph. 5, 27].
Sin stirn wunneklich und schlecht, | [...] | Aͮn rúncellen, froͤlich allú zit.
die elephanten [...] sô fliegen auf irn ruck sitzent, sô ziehent si die haut in runzeln und klemment die vliegen ze tôd.
so hat daz alter offt ein mail | [...] | so nympt man sein an den runtzen war | und der rukk sich hat genaiget.