runzel,
runze,
letztere Form seltener;
die
;
–/-n
.
›Falte‹; überwiegend speziell: ›Falte, Runzel in der menschlichen Haut (als Zeichen des Alters)‹; ütr.: ›Makel‹; auch für vergleichbare Erscheinungen bei Tieren und Pflanzen.
Bedeutungsverwandte:
, , 1, (
der
) 2, .
Syntagmen:
j. runzeln ausdämmen / bekommen / haben / füllen / gewinnen / machen / weren
›abwehren‹,
etw
. (z. B
der walfisch, die kirche
)
runzeln haben, j. jm. die runzeln vertreiben
;
runzeln
(Subj.)
den alten leuten vergehen, von alter an der stirn werden
;
j. etw. an den runzeln warnemen, die elefanten
(Subj.)
die haut in runzeln ziehen, etw
. (Subj.)
sich in der r. verkriechen, j. weisheit unter runzeln finden
;
die runzeln an einem ochsenhals, an der stirn, an den fingernägeln, an alten leuten
;
die runzeln der rinde
.
Wortbildungen:
runzelhäutig
.

Belegblock:

Kurz, Waldis. Esopus (
Frankf.
1557
):
Sie ist durch Eigennutz verdorben, | [...] | Faltig, schrammig und runtzelheudig.
Karsten, Md. Paraphr. Hiob (
omd.
,
1338
):
Di wisen sayn dor abe | Daz der groze walvisch habe | Gar viel runtzeln underspalden.
Ermisch u. a., Haush. Vorw.
121, 19
(
osächs.
,
1570
/
7
):
Ir sollet erkennen siechthumb, wann sich die spinnen [...] an die jungen beume legen und in die gruben und runzen der rinde für dem regen [...] sich vorkrichen.
zu Dohna u. a., Staupitz/Scheurl
70
(
Nürnb.
1517
):
domit er selbs im die kirchen erlicht machet, das sie nit het weder mackel nach runzel.
Kurrelmeyer, Dt. Bibel (
Straßb.
1466
):
ein wunniglich kirchen nit habent flecke oder runtz
[Var. 1475
2
–1518:
magkel oder runßel
; Eph. 5, 27].
Päpke, Marienl. Wernher (
halem.
,
v. 1382
):
Sin stirn wunneklich und schlecht, | [...] | Aͮn rúncellen, froͤlich allú zit.
Maaler (
Zürich
1561
):
Runtzelen (die) Als an alten leüten. Ruga.
Henisch (
Augsb.
1616
):
Von alter [...] werden runtzel an der stirn.
Weißheit find man ehe vnter runtzeln / als vnter glatten backen.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat. (
oobd.
,
1349
/
50
):
die elephanten [...] sô fliegen auf irn ruck sitzent, sô ziehent si die haut in runzeln und klemment die vliegen ze tôd.
Niewöhner, Teichner
291, 24
(
moobd.
,
1360
/
70
):
so hat daz alter offt ein mail | [...] | so nympt man sein an den runtzen war | und der rukk sich hat genaiget.