Spelunca. Grub hoͤle huͦly dolen kling klufft krufft spelunck ¶ hol loch lucken.
Helm, H. v. Hesler. Apok.
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
So volgen in die leien | Und leiten blinde blinden, | Biz sie die grube vinden, | Und vallen beide vorlorn | In den ewigen Gotes zorn.
Der blinden blint geleite | Get immer in die gruben.
Holland, H. J. v. Braunschw. V. e. vngerat. Sohn
(
Wolfenb.
1594
):
Wer einem andern eine Grube gräbt, der fellet selber darein
[ähnlich mehrfach belegt].
Ziesemer, Marienb. Ämterb.
37, 23
(
preuß.
,
1437
):
2 spicherbor, 1 grubehogken, 2 wetczstene.
Österley, Kirchhof. Wendunmuth
(
Frankf.
1602
):
so ihr anordnet, daß ein große, tieffe gruben gegraben werde, es darein zu werffen. Antwort der hertzog, und wohin müßen wir aber dieselbig erden, so auß der gruben gegraben wird, schütten? sprach der abt widerumb: Laßen die grub umb so viel desto größer und weiter machen, daß sie eins und das ander faßen möge.
Karsten, Md. Paraphr. Hiob
(
omd.
,
1338
):
des menschen hant | Vil offte vet den elyphant | Daz man ym gruben grebet na | Und bestrewet di gruben da | Mit futer [...] | So kumit er [...] | Und vellet in di grube hin.
Küther, UB Frauensee
216, 22
(
thür.
,
1443
):
Axte 8 beh. von der gruben zu grabin in dem offin.
2 michelshan von 1 flegk gelegen in der swartzen gruben.
Bechstein, M. v. Beheim. Evang. Mt.
(
osächs.
,
1343
):
ob daz [schâf] vellit an dem sunâbinde in di grûbe, wie inheldet her iz nicht?
v. Tscharner, Md. Marco Polo
63, 12
(
osächs.
,
2. H. 14. Jh.
):
Ouch sint in deme gebirge dife grubin, czu den man nicht kumen mak; wen man uz den wil habin den adamant, so wirft man in dy grubin groze stucke vleyschis, so sint dy aren [...].
Ermisch u. a., Haush. Vorw.
162, 18
(
osächs.
,
1570
/
7
):
[man] tünget die stocke in den gruben und senket wider.
Die gruben fein weit gemacht, der wurzel [...] in die erden gesetzt [...] werden.
Grub. fossa. fossula. [...] oder holin [...] Grub. mordergrub. mortgrub.
Fischer, Folz. Reimp.
22, 265
(
Nürnb.
1483
):
darum er [Judas] hub | Der grubenhamer keczrey an, | Die den ergsten ungelauben han.
Gerhardt, Meister v. Prag
40, 11
(Hs. ˹
nobd.
,
1477
˺):
mein haus ist ein pethaus [...] / ir habet es aber gemacht ein gruben der morder.
Grub / vne fosse. hole Grube vnder der Erden.
Gille u. a., M. Beheim
182, 20
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
wo ein wasser rint, | wan es ein lere gruben vint, | so fleüsst es nicht furbasser.
Thiele, Minner. II,
14, 88
(Hs. ˹
wobd.
,
15. Jh.
˺):
kappas, kol und ruben | verbirgt man in die grúben.
Vetter, Pred. Taulers
(
els.
,
E. 14. Jh.
):
so kummet der vigent und umbgriffet sú [lúte] mit der gruͤben des leitlichen verzwifelndes, und welen weg sú wenent fliehen, so vallent sú ie in.
Adrian, Saelden Hort
7046
(
alem.
, Hss.
E. 14.
/
15. Jh.
):
die vinger, so si lagent sleht, | wand lang und ussen gruͦbeleht.
Geier, Stadtr. Überl.
(
nalem.
,
13.
/
15. Jh.
):
sol man ainem gruͦbenraiter, und ainem gruͦbenertwerver, und ainem spizzer [...] funf phenning ze tagelon geben.
Rieder, St. Georg. Pred.
(Hs. ˹
önalem.
,
1387
˺):
swer grabet ain gruͦbe und die nit verdeket und sich ain vih dar in erstúrtzet, der ist es schuldig ze geltenn.
Päpke, Marienl. Wernher
(
halem.
,
v. 1382
):
Mit sinen vingerlin es [kindelin] gruͦb | Ain gruͦbli vil klaine.
Jörg, Salat. Reformationschr.
95, 28
(
halem.
,
1534
/
5
):
wyl aber sy die schriffttfürsten / hinder dem pusch halltend / und sich den einfaͤltigen zuͦ gruͦben legend – muͦs jch dran / gottes warheytt [...] bekennen.
Gruͦb (die) Scrobs, Scrobis, Fossa, Fodina, Fouea. Gruͦb vnd ort vnder dem herd. Cauea. Gruͦbaͤchtig / Vneben / Voll gruͦben. Lacunosus. Gruͦben (die) Fouea. Gruͦben im erdtrich / dareyn man das korn gehaltet. Syrus. Gruͦben auffgraben oͤllboͤum zuͦpflantzen. [...] Die Gruͦben füllen [...]. Gruͦbraͤben (die) Eyngelegt vnd eyngegruͦbet gerten der weynraͤben. Mergus. [...] Gruͤble / An stenglen / auß woͤlchem die naͤbendzweyle schlieffend. Alæ in herbis.
Ein gruͦben im aͤrdtrich / daryn man das korn gehalt.
Wyss, Luz. Ostersp. vor
295
(
Luzern
1583
):
Eua ligt verborgen oben im Paradys in einer gruͦben.
Müller, Stadtr. Ravensb.
115, 29
(
oschwäb.
,
1356
):
Es ist och gesetzet umb die loͤne der werkluͥt, die in den wingarten werkent, [...], so sol man ainem gruͦbenraiter und ainem gruͦbenwerfer und ainem spitzer und ainem snider und ainem graben ufwerfer fuͥnf phenning ze taglon geben.
das [er] ein mal zenacht von einer alten vettel / auß seÿm hauß gefuͤrt ward [...] / da viel er in ein gruͦb.
Löffler, Columella/Österreicher
(
schwäb.
,
1491
):
sol das veld nit ainer halden oder gruͦbotten gestaltt, noch gecher búchel sin; dann die, das ist die gruͦbott, behaltt das wasser zuͦ lang.
Gehring, Würt. Ländl. Rechtsqu.
3, 804, 6
(
schwäb.
,
1610
):
welcher marckpfahl, stain oder grueben
(›Grenzgraben‹),
[...] oder zaun [...] macht, der ist verfallen 30 fl.
Grub / ein klufft / hüle / hoͤle / loch / kaute, [...] cavea [...]. Grub / grabe / darein man etwas pflantzet. [...] Grub / dariñ der baw angelegt wirdt / fundamentum [...]. Gruͦben auffgraben / Oelbaͤum zupflantzen. [...] Tieffe gruben / darinn man das treid iñ den warmen Laͤndern vnter der erden erhellt.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
(
oobd.
,
1349
/
50
):
wenn die jäger ainen pern vâhen wellent, sô grabent si ain gruob und besprengent den weg zuo der gruob mit hong, dar umb, daz er [...] in die gruob vall.
höler die kern auz in und leg lauter honig in diu grüebel [der küten].
Bauer u. a., Kunstk. Rud.
265
(
oobd.
,
1607
/
11
):
1 runder wie ein pall sternstain, der noch gar nit paliert, hatt dieffe grieblein.
Dirr, Münchner Stadtr.
(
moobd.
,
1340
):
Swer prunnen oder gruͦb grebt oder hat, der sol die bewaren, [...], daz andern laeuten icht schad dovon geschech.
Winter, Nöst. Weist.
(
moobd.
,
16. Jh.
):
Ob aber deren ainer den andern in den weingart gieng [...] die gruebstack abstech und aufhieb, ist des steckentrager gsell, derselb soll gleichermassen obbemelts wandl verfallen sein.