Es kan sich begeben, das der, so eyn ringen glawben hat, das er ym glawben bleybe, und der eyn starcken glawben hat, das er [...] zweyfelt.
Quint, Eckharts Pred.
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
Jâ, ie grœzer lîden, ie ringer lîden, als zwêne eimer: ie swærer einer, ie ringer
ring
, Adj., 1]
der ander.
Bolte, Pauli. Schimpf u. Ernst
(
Frankf.
1545
):
so er in so eynem ringen Ding seiner Frawen Zorn foͤrcht.
hat er sich in der Ritterschafft [...] erzeigt, daß (meinem ringen verstand nach) wo er langes leben haben soll, Er der gewaltigst Ritter auff erden werden mag.
Schmitz, Schiltb.
6, 2
(
Frankf.
1597
):
dann die Weißheit warde damaln weit hoͤher gesetzet als jetzunder / da [...] die Weysen aber ring geschetzt / wo nicht gar verachtet vnd verstossen werden.
Schade, Sat. u. Pasqu.
(
obd.
1521
):
es ist kuntlich, daß vil kleiner pfründen sin, so ring, daß eine nit mag ein pfaffen erziehen.
Gille u. a., M. Beheim
79, 191
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Das man in mich geusset so ring, | unraine, stinkendinge ding.
Mayer, Folz. Meisterl.
(
nobd.
,
1517
/
8
):
Dar an gedenck ein yder meister singer, | Schacz keinr den andern ringer!
Daß ir unterthan, mayd und knecht | Nicht halt den hunden gleich und schlecht, | Mit ringer kost, schwerer arbeyt.
Daß es [des menschen gemüt] [...] | [...] | [...] als ringschetzig verlacht, | Darauff sonst alle welt hat acht.
[Billich man] nit den uberfluß verzehr | [...] | Und gottes gab schetz ring, veracht.
Sein verstand ist zu blöd und ring, | Zu speculirn so hohe ding.
Der ander bawer auch anfieng: | Deins weibes lob ist vil zu ring, | Ich aber hab ein nüeczlich weib.
Got pschert mir [arm] durch die arbeit mein, | Das ich mich, weib und kind erner, | Wie-wol ich gar ringlichen zer.
Dann wo nicht ist groß Hab vnd Gut, | Da ist fürwahr gar ring der muth; | Daß Gelt aber macht frisches Hertz.
Owe, herr, des vegfúres [...]! Wie was ich so unsinnig da her, daz ich daz so gar ring wag.
Das ich ouch also schuͦf und mit einem ringen gelt zu wegen brauͧcht.
ob die stat wirt krencker dem andern fleisch
.
vnd das har brune
.
und ringer
[nd. Bibel um 1478:
roetafftich vnde dunner
goldfarbig vnd dünner
gelb vnd dinner
;
Froschauer
1531 /
Luther
1545, 3. Mose 13, 30:
gülden vnd dünne
]
denn es ist gewonlich.
gar großer, schwerer abstinenz und ringwichtiger spis ist gsin sanctus Hilarion, eremita.
Roder, Stadtr. Villingen
(
önalem.
,
1582
):
damit nit ein iede schlechte, ringfüege handlung gleich für gericht gezogen.
Wer das gehinderet, wüsse ein ringverstendiger.
Haas u. a., Erasmus/Jud. Klag
28, 15
(
Zürich
1521
):
Die sach ist groͤsser dañ das sy vß ringen vrsachen sol bhinderet werden.
Wyss, Luz. Ostersp.
3, 42, 79
(
Luzern
1616
):
zuͦ erst man den gesten geben soll | Den besten wyn vnnd zuͦ dem end, | [...] | Den ringen wyn.
ringfaͤhrig / oder ringfaͤrtig / nicht viel werth [...]. ringfaͤhriger Mensch [...], Nebulo, Vappa. ringfaͤhrige dinge [...], Nugæ.
Morrall, Mandev. Reiseb.
44, 14
(
schwäb.
,
E. 14. Jh.
):
Ir leben wegent sie gar ring, dar umb fúrchtent sie den Soldan noch ander fúrsten nit.
ob wir so mergklich untrew ring achten und in nach gestallt seins verdienens zu belonen nit gedacht oder sein geschonet haben sollten.
Ist aber sach das du deyn súnd [...] auß boßheyt scham
.
vorcht
.
oder ringschaͤtzung oder verachtũg verschweigest deinem beichtvatter xc̃. So bist du schuldig.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
(
oobd.
,
1349
/
50
):
Pei dem tier verstên ich diu freien ledigen herzen, diu alleu auzwendigeu dinch ring wegent und lebent sicherleich in in selber.
Vorauß, wan sy [pferdt] ring fersten
[hier wohl: ›wenig Hufmasse, niedrige Fersen‹]
haben, so muest du sy beschlagen, das die eisen schweben vnd nit hart auf ligen auf der fersten.
Dannoch so versmächst du dein geschephde nicht vnd wigest sy nicht ring.
Bauer, Haller. Hieronymus-Br.
18, 3
(
tir.
,
1464
):
Es ist gar ein ringe inplasung den oren, vnd der selbig rauch der warhait der ist gar pald vergangen.
das ist die geschrifft meiner schlëchten wort [...], das die vngenügsam sint vnd ainfeltig vnd ring sint
(als Bescheidenheitstopos).
Es ist aber bei den Schofen ring zurnen; bei den Wolfen aber muess man umb Gnad bitten.