Strehlke, Nic. Jerosch. Chron.
(
preuß.
,
um 1330
/
40
):
Zu einen zîtin sint geschach, | daz man den Albrechte sach | mit andrin brûdrin reise varn | kegn den heidenischen scharn.
Wyss, Limb. Chron.
(
mfrk.
,
3. Dr. 14. Jh.
, Hs.
2. H. 16. Jh.
):
Der zoch unde reise werte binach ein ganz jar.
Auch so hatte der vurgenante konig me dan hondert dusent reisepherde, also daz man sin volk achte me dan an seszen dusent ritter unde knechte.
Karnein, Salm. u. Morolf
551, 5
(
srhfrk.
, Hs.
um 1470
):
wolt got, Morolf, tugenthaffter man, | das du zu allen ziiten | groß reise
[hier: ›Glück, Erfolg im Kampf‹]
soltest han.
Dünnhaupt, Werder. Gottfr. v. Bullj.
8, 8
(
Frankf./M.
1626
):
Worauff dann auch / als solches geschehen / sich eine Anzahl von dreymal hundert Tausent Mann zu dieser Reise
[1. Kreuzzug (a. 1096)]
fertig vnd bereyt gefunden.
darmit er [der Papst] durch diese Reyse die vielfaͤltigen vnnd langwuͤhrigen jnnerliche Jrrungen vnd Kriege in der Christenheit zugleich mit niederlegen vnnd dempffen wolte.
Karsten, Md. Paraphr. Hiob
(
omd.
,
1338
):
wo der
[Ackerbau]
gehindert blibet | Von vil manchen sweren reysen | Der roubere, so verweysen | Beyde lute und ouch dy lant.
daz die stet gesprochen haben, die streichend rayse uff den von Wirtenberg werd in zehen oder zwelf tagen ein end nemen.
und waren in hoffnung, daß sie die sach etwan mit rais und krigen wolten enden.
Anno dni. 1387 jar do hub sich an die reis zwischen den herren und den reichsteten.
Lexer, Tucher. Baumeisterb.
(
nürnb.
,
1464
/
75
):
So ist in dem nechst vergangen Nuremberger krieg oder reis ein lantwer mit schrancken auf peden seitten umb die stat gemacht worden.
Du bist gerüst, sammer botz schweis! | Als wöllst du ziehen in die reis.
Wen sie auch zadel | Haben an gelt, so thw ichs [Fraw schalckheit] leren, | Das sie sich in dem stegraiff neren | Und rais duen auf der stras.
Bolte, Pauli. Schimpf u. Ernst
(
Straßb.
1522
):
Der Nar sprach: ,Was thuͦt man in der Reiß?‘ Man sprach: ,Man verbrent Doͤrffer und gewint Stet und verderbt Wein und Korn, und schlagen einander zuͦ Dot.‘
Koppitz, Trojanerkr.
(Hs. ˹
noschweiz.
,
15. Jh.
˺):
Wie daz dü Krïsche raysse | Sich do hüb by den tagen, | Da von sol man beginen sagen.
Uss den Krïchen er [kaisser] gewan | Wol uff zwölff hundertt tussend man | Erwegner junger schwertt tegen, | Die och raisse kunden pflegen.
Barack, Teufels Netz
(
Bodenseegeb.
,
1. H. 15. Jh.
):
Die lüt rauben und brennen, | Und wirt darusz ain grosse raisz.
Ich
[Teufel]
bedarf der gaistlichen an min raisz wol; | Wan so wirt die segi
[›das Schleppnetz‹]
fol, | Wan si mugend die laien uffendhalten | Und tuond si in di segi schalten.
Graf-Fuchs, Ämter Interl./Unterseen
(
halem.
,
1337
):
Wir súllen och mit gedinge nieman dez selben gotzhuses lúten muͦten, heissen noch twingen, daz si dehein unser reisse gangen.
Leisi, Thurg. UB
7, 641, 20
(
halem.
,
1388
):
die raytiner sond zwaintzig phund Haller der statt an die rays gen Paygern ze stúr geben.
und sullen wir von Berne nuͥt mit reyss
[hier: ›in kriegerischer Absicht‹]
uber den berg ziechen.
Gagliardi, Dok. Waldmann
2, 13, 27
(
halem.
, zu
1489
):
Von der reißbüchsen wägen, das sye von ir wegen und inen allen zuͦ guͦt angesächen, damit si in kriegsgeschäften ettwas hetten und nit mangell liden muͤsten.
Es ward ouch da ein reisordnung angesehen und gestelt, ouch die in gschrift geben den amptluͦten und gmeinen knechten zeschweren.
[eine]
allgemeine ordnung der reißstüren und anlagen.
wie auch diejänigen, weler sonst von alterhar der reißanlagen anderen orten daby ligendt, nit underworfen gewäsen sindt.
Morrall, Mandev. Reiseb.
144, 20
(
schwäb.
,
E. 14. Jh.
):
wenn sie in die raiß farend, so niemend sie ir húser mit in.
man hat es auch berait mit 400 mannen und verpranten die großen vorstat; aber die rais
[hier: ›Kriegsglück‹]
ward wendig, dann die herrn, den man es zu laid getan wolt han, die truegen es ab gen den stetten.
wer es vermocht, solt laßen malen zwen säck roggens, die solt er ligen lan und nit verzeren, es solt alles der rais warten.
sie haben bei 7000 mann ze ross und ze fueß mit vil raiswägen.
Ebd. (Hs.
E. 15. Jh.
/
A. 16. Jh.
):
all sein pest edelman wurden im erschlagen in der raiß.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
(
oobd.
,
1349
/
50
):
ez begert auch ieglich pein
[›Biene‹]
dem kaiser ze næhst sein in der rais.
Primisser, Suchenwirt
(
oobd.
,
2. H. 14. Jh.
):
Do er [Hans von Trann] wol tzehen wochen lag, | Daz er den veinden alle tag | Mit rais tzoch grozzen schaden tzuͦ.
Von Pazzaw pyscholf Gotfrid, | Des volch der helt was haubetman. | Waz stuͦrm und rais da wart getan, | Da pei so was der auzerchorn.
Grossmann, Unrest. Öst. Chron.
(
oobd.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
Der Hawgwitsch gewan auff dieselbig rays und zwg Greyffenberg mit tayding, wan es war nicht zw der wer gericht.
sy tetten davon weite raiß an die ennd, da die arm lewt nicht geholldigt worn und sicher warn gewesen vor den Vnngerischen.
Steinberger u. a., Urk. Hochst. Eichst.
517, 13
(
noobd.
,
1362
):
daz si uns alliu jar davon geben súllen [...] vierdhalp mutt roggen [...] on alle gebresten und abganch, ez sei schur, bisezz, brant, rays oder ander gebrest.
Winter, Nöst. Weist.
(
moobd.
,
1438
/
52
):
so ist er verfalln [...] von ainem raisschwert 72 ₰
(Strafgebühr).
wolt er sich aber lösen, so sol er geben ain raisschilt volln golt.
Fichtner, Füetrer. Trojanerkr.
6, 7
(
moobd.
,
1473
/
8
):
Und kumpt mein
[der trojanischen Königin Hekuba]
frucht mit leben auf dy welte, | so fürcht ich, das statt unde landt | von seiner
[Paris]
schuld mit rais sein noch entgellte.
Spiller, Füetrer. Bay. Chron.
(
moobd.
,
1478
/
81
):
Er pawte vil stet und slösser wider, die in der rais nider waren zerprochen und zerstört.
von der rais
[der Rückeroberung des von Sarazenen besetzten Galiziens durch Karl den Großen]
gar vil zu sagen wär. Wer aber den zug nach der lenng pegert zu hören, der les dj Coronicken Turpinj.
[Marcus Porcius Cato]
hat im neunzigesten jar noch püecher gemacht und geschriben, nemlich historien von der kriegskunst und raiszucht
(Catos Schrift
De re militari
).
dann ich erst bey Frantzn
[von Sickingen]
recht lern raisz dienen, wil es ye ubl aus, so wil auch gelt geben.
Ain raispankh zu den armbrosten.