Große, Schwabensp.
(Hs. ˹
nd.
/
md.
,
um 1410
˺):
Straze morder vnde straze rouͦbere vnde berner de sol man vnthobeten.
Raptor. Reuber strauchdieb heckenreuter strassen schinder waldtdieb.
Toeppen, Ständetage Preußen
1, 78, 34
(
preuß.
,
1394
?):
wer is, das ymant us dem lande reiten welde, is were welchir weg das were, das der dy alde gewonliche strasse czihen und reiten sulde.
Peil, Rollenhagen. Froschm.
690, 5764
(
Magdeb.
1608
):
Froͤsch / Padden / Eutzen / Menschen worden / | Haben der Geubscher Bawren orden / | Bawen zur Clauß der Maͤgde strassen / | Leben beim Schencken gern im nassen.
ghets mit zuͤchten, wart allein der reis, sic tu: tum non eris strasleufferin.
dan do were es besser, ich were ein Hurnwird, morder oder Strassenreiber, den ich verdamme mich darmit.
Helbig, Qu. Wirtsch.
2, 167, 16
(
md.
,
1510
):
vnd seine ko. mt. [...] gebeten, sie hirjnnen widder solche strossenplackern, [...], gnediglichen zuuorsorgen.
Vortmeher habin disse vorgeschrebin stete vorramit, des heiligin reichs straszin czu fredende unde den koufmann czu fromen.
Quint, Eckharts Trakt.
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
Wer aber got rehte in der wârheit hât, der hât in in allen steten und in der straze und bî allen liuten als wol als in der kirchen oder in der einœde.
ez ist ein bezzer werk beten wan spinnen und ein edelriu stat diu kirche dan die strâze.
Koller, Reichsreg. Albr. II.
96, 17
(
1438
/
9
):
das sy uff der offen strassen zweschen der vesten, [...] einen wegzoll daselbst ufrichten.
Loesch, Kölner Zunfturk.
(
rib.
,
1437
):
en sullen gein vurkeuferschen gein verstanden hoener up der straissen veildragen.
Beckers, Bauernpr.
61, 29
(
Köln
1515
/
8
):
Reyden hyn vnd her vp die straiß | Jr [der fursten, rytterschafft] roeffen / neemen / faen / dat is groiß.
Karnein, Salm. u. Morolf
663, 1
(
srhfrk.
, Hs.
um 1470
):
Er [Morolff] kerte die strasse ferre in die heidenschafft.
Froning, Alsf. Passionssp.
(
ohess.
,
1501ff.
):
Muß ich dan ie gehen mine straiß, | So enwel ich doch nicht losßen, | Die sunder wel ich schelden, | Die warheit wel ich melden.
du peltenerßen, ganck dyn straysßen | und kastyge dynn lipp: | want du bist eyn aldes wipp!
Österley, Kirchhof. Wendunmuth
(
Frankf.
1563
):
daß bey [...] etlichen besondern lendern das taschenraumen und strassenraumen nit mehr für schand, [...], dargegen aber [...] ehrlich für tapffere hachen und reuter, [...] geachtet werden.
Hertel, UB Magdeb.
(
omd.
,
1469
):
Szo sollen auch die offenbaren unczuchtigen frouwen keyne korallen, pater noster, nach [...] geczyrde uffinbar in der kirche nach straszen tragen.
Neumann, Rothe. Keuschh.
1687
(
thür.
,
1. H. 15. Jh.
):
der man sal nicht sin also küne | daz her sin wip van ym lasse, | also daz sy mit willen gee ir strasse.
unde [die burgmanne] schynten uff des reiches strasse die kouflewte die von Behemen von Polen unde von Meeren zogen mit ir koufschatz kegen Frangkfort.
Küther, UB Frauensee
399, 2
(
thür.
,
1531
):
haben die von Diffenhart uff des closter geholtz nith wyder gehudt byß von der Hohen Straß an byß an den graben vom Hundzruck hyrein.
v. Tscharner, Md. Marco Polo
45, 6
(
osächs.
,
2. H. 14. Jh.
):
Di stat ist czumole belegit in den strozen mit gehowen steynen.
v. Groote, Muskatblut
(
nobd.
,
1. H. 15. Jh.
):
nit halt daz recht durch keynen hasz, | verurtel nymant vff der strasz.
den man auch lehe von der stat wegen 14 straßwegen, iren harnasch zu furen.
Gille u. a., M. Beheim
329, 87
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
es wurden vil wunt, | erslagen und erschassen | zum nechten in der strassen.
straßwagẽ lastwagẽ ponuswagẽ viastrina. vastrina.
Straße. platea. odʼ geestrichter weg gepflasterterweg.
Köbler, Ref. Nürnberg
404, 14
(
Nürnb.
1484
):
Von verpot der laden. thure vnnd anders gen der strassen nit anzehenncken bey der peene des abrawms.
Koller, Ref. Siegmunds
(Hs.
um 1474
):
Man soll keinen monich auff der strassen sehen; wo man aber ein monich uff der strassen findet [...], so sol man in [...] in den kercker legen.
Ebd. (Hs. ˹
Augsb.
,
um 1440
˺):
Es waren wilde gepirg, da man straß uber haben müst.
Maag u. a., Habsb. Urbar
2, 1, 701, 2
(
alem.
,
um 1380
):
hertzog Albrecht solt wilent einem ritter, [...], gelten 30 mark umb ein strasros.
[Es habendt ... unsere voraͤlteren] etlich tag im jar sunderlich darzuͤ bestimpt / an offenen strassen / tisch und baͤnck auffgericht / ire speisen zuͤsamen getragen / und also tugentlich miteinander gessen / in zucht und ehren beieinander gesessen.
Fuchs, Murner. Geuchmat
2456
(
Basel
1519
):
Jn solcher lieb ir anehing, | Was er vff erden anefing, | Do lag sy all zyt in der straß, | Das er dest mynder gschicket was.
Rieder, St. Georg. Pred.
(Hs. ˹
önalem.
,
1387
˺):
daz der engel in gie. daz ist ain zaichen daz er si [Maria] inne vant, und nit an der strasse.
Bremer, Voc. opt.
29022
(
halem.
,
1. H. 14. Jh.
):
Sicca [...] stabswert [...] straͮsschwert [...] est gladius latenter abscondidus in baculo.
Schnyder, Qu. Zürcher Wirtsch.
815, 20
(
halem.
,
1485
/
6
):
als [...] der wag mit dem win also an der fryen des richs stras gestanden sye, habe er [...].
Müller, Alte Landsch. St. Gallen
(
halem.
,
1577
/
94
):
es sollend keine hochzyth lüth [...] zu kirchen und straßen gefüert und zusamen geben oder hochziten gehalten werden.
Wiessner, Wittenw. Ring
8185
(
ohalem.
,
1400
/
08
):
Das er [...] | Füerer sei und weis daz her | Mit unserm paner an daz zil | [...] | Won er der strasenkunst ist vol.
Euclides, under dem Schein in Socratis Nacht⸗Schul zuwandern / ist offt auff der graden straß nach dem Huren⸗Hauß ertappt worden.
Donalies, Augsb. Bibelhs.
10, 23
(
oschwäb.
,
v. 1350
):
die glichsnere. di da minnent in den synagogen. vnd in den ecken der strassen stant ze beten.