Toeppen, Ständetage Preußen
2, 475, 8
(
preuß.
,
1442
):
Es würde gut sein, wenn auch slechte erbar lwte neben den erbaren
zu der Tagfahrt berufen würden.
Stambaugh, Friederich. Saufft.
47, 15
(
Frankf./O.
1557
):
Lehre die Alten / das sie nuͤchtern sein / erbar / zuͤchtig / gesundt im Glauben / in der Liebe.
Loesch, Kölner Zunfturk.
(
rib.
,
1391
):
[wir] bekennen [...], daz Jose der Holle Hainrichs sun des Hollen seligen ain erwer goltschmide von vater und von muter in der stat zuͦ Augspurg geborn ist.
so vyengen sy die erberen lude vnd lachten sij in die torne, die doch vur gode vnschuldich waren.
Schmidt, St. Kastorst.
2, 457, 28
(
mosfrk.
,
1465
):
hait er [Johan] syn testament gemacht uff syn farende goit ind hait dat gestalt uff dry erberman, den er sulchs befolen hait, syne schult zu bezalen.
Behrend, Magd. Fragen
(
omd.
,
um 1400
):
Ab eyn erber man an syme rechte unbeschulden sich undirwindet, vor gerichte der lüthe wort zcu sprechen.
Röhrich u. a., Cod. Dipl. Warm.
4, 59, 5
(
omd.
,
1404
):
[Ozeborn] hot beclayt Eler Grunaw und Girke [...], das sy en haben [...] geheissen eynen krotenson als umme dy sache, dy erbar leute bericht haben.
[Er] setzte zu Beschirmung der Lande Erbare Leute darauff [auf die Vestung].
Doubek u. a., Schöffenb. Krzemienica
(
schles. inseldt.
,
1455
):
do vas keyn man dar do ÿm irkeyn scholt gebe venne vaste, fromlich vnd erberlich mochte geseÿn an seÿner ere ven libe vnd gut.
Gille u. a., M. Beheim
82, 381
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
Wann sy warn erber und greht leüt | und worn doch arm.
Franck, Decl.
331, 14
(
Nürnb.
1531
):
weil die erbern vnd zuͤchtigen on sonderlich geschaͤfft [...] sich nit vil in wirtßheuser tringen.
Horatius zeygt an [...] das das spil vnzimlich vnd verbotten sey / des sich kein erber weyß man gebrauchen soll.
IR Erbarn Herrn vnd züchtigen Frauen, Wenn jr vns alhie wolt zuschauen.
so sol der rat gemeinlich vier erber unversprochen biderbe man kiesen zuͦ vier meistern.
Rieder, St. Georg. Pred.
(Hs. ˹
önalem.
,
1387
˺):
dunket es úch ain erbare sin, so dunket es aber mich ain hôfart.
da von sol sich der mentsche flissen zuht und erberi.
Schib, H. Stockar
157, 14
(
halem.
,
1520
/
9
):
hain ich min broffett lassen rumen den henkar und den kyebenschinder und den dottangrebar mitsant ieren knechtan, das gar ain erbers folk was
(Ironie).
Wie sichs begeben in der heiligen vasten, dass der êrberen gselschaft zuͦn Schifluͤten ir silbergschir [...] was verstolen worden.
Schlosser, H. v. Sachsenh.
2367
(
schwäb.
,
1453
):
Die Swaben syen erber lüt.
[Der bischoff] luͦd [...] frauen in sein schlos, wan dan ain erber man sein weib nicht schicken wolt, so ward er im ungnädig.
Entgegen ist gleichwol dem armen povel volck, daß sie auch from und erbar sein könnden, nit abgeschlagen.
Jaksche, Gundacker
(
oobd.
, Hs.
1. H. 14. Jh.
):
er [chaiser] sant im erbær potten do | daz er cehove chhͤme.
Pfeiffer, K. v. Megenberg. B. d. Nat.
(
oobd.
,
1349
/
50
):
nâchklaffer, die iedem menschen nâchredent und werdent doch gevangen oft von êrbern läuten in irm valschen klaffen.
Auer, Stadtr. München
(
moobd.
,
1343
):
ez müg dann der anchlager war machen mit seinem aid und mit zwain erbern mannen, die im des helfen swern.
Wir schullen auch dhainen in unser czeche nemen [...], er sey dann ein erberger und unversprochener.
Winter, Nöst. Weist.
(
moobd.
,
1516
):
Welcher an eines erberigen man haus lüssent [...], ist der herrschaft verfallen 72 ₰.
man hat zu disem ambt [scherg] erwelt nur êrberig frum reich angesessen leut, so von meniglich ain guet lob und geschrai gehabt haben.
Bischoff, Steir. Landr.
(
m/soobd.
, Hs.
v. 1425
):
Rennent die strasrawber piderlewt an, [...], vnd wellent in ir gut nemen, vnd erbernt sich die erbern lewt [...].
Mell u. a., Steir. Taid.
(
m/soobd.
,
1523
):
wo sich [...] ainer alda burgerlichen niderlassen, seines handwerchs guet auch bekant, erber und frumb ist, sollen ine richter [...] zu burger aufnemen.