erliebend,
Adj.
›anständig, rechtschaffen, moralisch integer‹; vgl. 3; 5; 8, 6 (Part. Präs.).
Wobd.; spätes Frnhd.
Bedeutungsverwandte:
1, 2, , 1.

Belegblock:

Chron. Augsb. (
schwäb.
, zu
1552
):
Dieweil alle ehr liebende Christen, auch diejnigen, so gemaine ehre und erberkeit [...] vor augen haben [...] lust tragen [...].
Ebd. (zu
1548
):
[daß] ime, Hörbrot, [...] niemandt ehrliebender allethalben ainich lob oder guͦts nachgesagt.
Henisch (
Augsb.
1616
):
Tugentsame / ehrliebende Jungkfraw / Ehrntugenthaffte. Pr. Ehrliebende haben ehrlichen sinn.
Schorer, Sprach-Verd.
26, 7
(
1643
):
daß / ein solcher [...] geflickter Brieff / aus einer Fuͤrstlichen Cantzeley / an einem Landt⸗Schultheissen were geschicket worden / einen zwahr guten alten vnd Ehrliebenden teutschen Mann [...].