Helm, H. v. Hesler. Apok.
(
nrddt.
,
14. Jh.
):
Wiltu tuen daz Got gebot, | Und uberkumen der sorgen berk.
Thielen, Gr. Zinsb. Dt. Ord.
100, 11
(
preuß.
,
1437
/
8
):
wintmole uff berge czynset 3 leste korn.
Quint, Eckharts Pred.
(
E. 13.
/
A. 14. Jh.
):
Sant Johannes sach ein lamp stân ûf dem berge Syon.
Jostes, Eckhart
19, 29
(
14. Jh.
):
Wer da chumen wil auf den berk der hohe des wesens von geist, der schol sunder sunde sein.
creature dye vnwandelber vnd vnbewegelich synt. als synt berche.
Ich furen dich vf disen hohen berg | vnd zeugen dir aller der werlete werc.
Froning, Alsf. Passionssp.
(
ohess.
,
1501ff.
):
fallet uber uns, er berge breyt, | und decket uns.
Österley, Kirchhof. Wendunmuth
(
Frankf.
1603
):
Ein schwanger berg gebiert ein mauß.
Karsten, Md. Paraphr. Hiob
(
omd.
,
1338
):
sich an der wisheit berk | Und merke sine wunderwerk.
Bechstein, M. v. Beheim. Evang. Mt.
(
osächs.
,
1343
):
anderweit nam en ûf der tûfil ûf einen gar hôen berc und wîsete ime alle rîche der werlde.
Eggers, Psalter
62, 12
(
thür.
,
1378
):
got zcubrichit dy boime dez bergis Libani.
das wasser gingk 15 claftern obir alle berge.
Es sind ihenseit des bergs auch leute
[›man ist nicht allein auf der Welt‹].
wenn auch alle Teufel vnd Welt mit eisern Bergen vnd stehlen Bewmen dran hielten.
Berg ab seuberlich Berg an leret sichs selbs
[,Sinn: ›bei günstigen Verhältnissen bedachtsam! bei ungünstigen wird man von selbst vorsichtig‹‘].
Ders. Hl. Schrifft.
1. Kön. 20, 23
(
Wittenb.
1545
):
Jre Götter sind berge Götter / darumb haben sie vns angewunnen.
v. Ingen, Zesen. Ged.
389, 7
(
Breslau
1641
):
MEin liebster Opitius ruͤhrte die Seiten / | Die jederman liebte / ja hoͤrte von weiten; | Die Berge die huͤpfften und sprangen empor.
Fauces, enge clausen zwischen den bergen.
Asmussen, Buch d. 7 Grade
2096
(
nobd.
, Hs.
A. 15. Jh.
):
Doch sint di wol zerparmen, | di selten in andoht erwarmen, | [...] | den swer ir orden ist als ain perch.
Reichmann, Dietrich. Schrr.
69, 21
(
Nürnb.
1548
):
hat die meynung nicht mehr [...] das man auff dem / oder jhenen berg anbete.
Bremer, Voc. opt.
52004
(
wobd.
,
1329
/
30
):
Rupes [...] bergflů [...] bergfluht
[letztere Schreibung ist nicht als Beleg zu
Flucht
›Reihung in gerader Linie‹ zu lesen, da diese Bildung nd. Herkunft und erst seit dem 17. Jh. ins Hd. entlehnt ist].
Rieder, St. Georg. Pred.
(Hs. ˹
önalem.
,
1387
˺):
swer in minnet, den fuͤret er uff den berg der hailikait. nu sint dri berg. der erst ist gaistlich leben.
únser herre kumet ôch nit von den wuͤsten bergen, daz ist von den wuͤsten hertzen.
Eichler, Ruusbr. steen
54, 12
(
els.
,
sp. 14. Jh.
):
so sv́llen wir ime nach volgen vf den berg vnsers bloßen gemvͤtes.
bergschloß, n. acropolis.
Cliuus, berghalden / buͤhel so nit gar hoch ist.
Aetna, ein berg inn Sicilien der stehts brennet.
Koller, Ref. Siegmunds
(
Basel
1440
):
der berg, der heysset der Gothart, uff dem sol der gewihet uffstossen sin zeichen.
Schmidt, Rud. v. Biberach
56, 15
(
whalem.
,
1345
/
60
):
Die berge springent von vroiden als die wider.
Ein hoher vn̄ stotziger Berg / d’ vil schnauffens Bedarff. [...] Bergbach (der) Amnis, Torrens. Bergeppich / Jst ein kraut dem peterle od’ eppich geleych / stadt in bergen. Oreo felinum. [...] Bergfeld od’ bergacker. Montanus ager. Bergraͤben / Die an eim rein ligend. Collina uinea. [...] Bergstreycher / Der in bergen vmbhinstreycht oder laufft. Montiuagus. [...] Bergweyn / Am berg gepflantzet oder gewümmet. Collina uina.
Schwantzmeißle (das) Pfannenstil / Bergmeißle. Parus monticula.
Lauater. Gespaͤnste
17r, 1
(
Zürich
1578
):
Wie man lißt vō Schytis die ein dapffer berg vnd kriegsuolck gsyn sind.
die berg bewegind sich / die boͤum tantzind.
Morrall, Mandev. Reiseb.
97, 16
(
schwäb.
,
E. 14. Jh.
):
By der selben statt ist ain berg von saltz.
die bergleut sind im bergchaos und do machen sie ir geheus in.
Gilman, Agricola. Sprichw.
2, 201, 2
([
Augsb.
]
1548
):
Wer auff dem berge steht den sihet yederman.
Minien, oder Meni / vom Latein Minium. Berg zinober / welches man sonst Rubric nent. Schleyr farb nennens die Weyber / Die Meni ist ein Berckwerck / wirt genommen auß Schrollen einer breunleten farb. Wirdt sonst auch auß bley gemacht.
Barack, Zim. Chron.
(
schwäb.
,
M. 16. Jh.
):
Wenn ich trüeg ain grossen berk | In ain tiefes thal, es hülf mich nit.
Bergbruch / ruina montis. Jn Burgund hat sich ein berg erwegt / vnd hinab in ein thal gefallen. [...] Bergdistel / spina alba [...]. Bergdol / duͤln / wilde tale / pyrrhocorax: de graculorum, seu monedularum genere [...]. Bergent / grosse tauchel / chenalopex, vulpanser, montanus anas [...]. Berger / Montenses populi in Belgio. olim Sicambri. [...] Bergfelsen / hert schrofen / harte stein.
Berggeiß / Steinbock / ibex, capricornus. Berggipffel / hoͤhe / spitze / iugum, vertex montis. [...] Bergheim / domus montana, occultationis, sic dicta ab heimen / munire. [...] Bergkirschen / chamæ cerasus, arbuscula, cuius cerasa vocant cerasa montana. [...] Berglufft / gesunde lufft / darinnen die leut [...] steinalt werden. [...] Berckmeißle / parus monticola, parus auis, quæ loca montana frequentat.
Bergschloß / arx, castellum in monte, supra montem ædificatum. [...] Bergschwalb / kirchenschwalb / maurschwalben / rauchschwalben [...] in templis, muris & montibus nidificat. [...] Bergschwebel / sulphur montanum, ist dreyerley / weiß / rot vnd gelb / etliche nennens auripigment. [...] Bergstrentz / wilde strentz / astrantia Alpina, syluestris [...]. Bergthal / ein rund thal / vnd allenthalben mit gebuͤrge vmbgeben / conuallis [...]. Bergtrostel / behemle / turdus iliacus, minimus [...]. Bergtul / graculus [...]. Bergwohner / die auff den bergen wohnen / monticolæ, montigenæ, Bergomates [...]. Bergwermut / Roͤmisch wermut / absinthium montanum. [...] Bergzinober (der) minien / minium natiuuum.
Einem (guldene) berg / das ist / gar zuuil verheissen [...]. Je (hoͤher) berg / je tieffer thal. [...]. Der donner schlegt gemeingklich die hoͤchsten berge. [...] Das Gold ligt in Bergen / der Roth am wege. Ein berg wirt nicht vermischt mit dem andern / das ist / zwen stoltze vnnd vbermuͤtige werden selten einig [...]. Zwen berg kommen selten zusamen. Berg vnd thal kommen nicht leicht zusamen / aber die leut wol. [...] Der berg wolt einen Riesen hecken / | Vnd bracht ein Meußlin für die wecken. Es ist vom berg so weit im grund / | So weit der berg vom grunde stund. Der Mensch vergehet in diser Welt/ | Wie von dem berg ein regen felt. Die lieb kan nicht zu berge fliessen. [...] Kanstu nit gar auff den berg / so bleib doch nit gar im thal. [...] Sie seind nicht alle vber den berg / | Denen jetz von statten gehet jhr werck. Wann alle berg mehl weren / so kundten sie doch den hunger nit stillen / wann Gott straffen wolt. [...] Wann die Ochssen am berg stehen / vnd aller Mensche͂ hilff auß ist / so hilfft Gott.
Brévart, K. v. Megenberg. Sphaera
54, 28
(
noobd.
,
1347
/
50
):
von den pergen Rifei, da sich Lamparten von deutschen landen tailt.
Buijssen, Dur. Rat.
3, 27
(
moobd.
,
1384
):
do gab unser herre auf dem perige Moysi zwo stainen taveln.
in des chraft die staine rueffent und in des wort di perige friden chundent.
Spechtler, Mönch v. Salzb.
11, 68
(
oobd.
,
3. Dr. 14. Jh.
):
perg, anger, haide weit | gar lustlich leit bedekt mit laub und gras.
Schülke, Geistl. Gemahelsch.
1, 25
(
moobd.
, Hs.
15. Jh.
):
Perg, holz, gevild | in manchem land, des ich vil hab erritten.
Wackernell, H. v. Montfort
(
soobd.
, Hs.
A. 15. Jh.
):
Das machet als der frowen werkh, | ein juncfrow reit der künsten perkh.
Grossmann, Unrest. Öst. Chron.
(
oobd.
,
3. Dr. 15. Jh.
):
muesten dy phardt verlassen und zu fuessen inn den perg davongeen.
Munz, Füetrer. Persibein
224, 7
(
moobd.
,
1478
/
84
):
húeb sich hewlen vnd geschray, | alls ob dy erd all perg vnd vells wollt schlinden.
Bauer, Haller. Hieronymus-Br.
53, 8
(
tir.
,
1464
):
man mag die stat nicht verpergen, die da leit auf dem perg.
Bischoff u. a., Steir. u. kärnt. Taid.
(
m/soobd.
,
17. Jh.
):
dem perkkaag hinab.