übersprengen,
V.;
kausativ zu (2. Hochstufe): ›zu springen veranlassen, bewirken‹.
1.
›ein Reittier über ein Hindernis springen lassen‹; vgl. (Präp.) 1; 2; 3, 5.

Belegblock:

Vbersprengen / machen, das etwas hinober springet.
Sappler, H. Kaufringer
3, 592
(
schwäb.
, Hs.
1464
):
ich kom zelest an ainen graben: | da wolt ich übergesprengt haben.
2.
›etw. (eine Fläche) mit etw. (z. B. mit Saatgut, Salz) besprengen, überstreuen‹; vgl. (Präp.) 3, 3.
Wortbildungen:
übersprengel
›vom Ausstreuen göttlicher Gnaden her metaphorisierter Engel‹.

Belegblock:

Gille u. a., M. Beheim
71, 410
(
nobd.
,
2. H. 15. Jh.
):
so vil nun der engel | ist hacher und volkomer mer | in tugenden, in gaben der | genaden uber sprengel, | So vil ist er geseczt enpor | in den hohern oberern chor.
Ebd.
244, 15
:
Ich main den garten, der do staͮt | über sprenget mit rosen raͮt.
Maaler (
Zürich
1561
):
Vbersprengen. Perspergere. Mit saltz Vbersprengen. Sale superspergere.