überspreiten,
V.
›(eine Fläche) von oben mit etw. Zierendem oder Schädigendem, Verderbendem überstreuen‹ (allgemein); im Einzelnen: ›(eine Wegstrecke mit Kleidern) überstreuen; (einen Tisch mit einem Tischtuch) überdecken‹; in verschiedene Richtungen ütr.: ›(ein Land) feindselig überziehen, mit Hass gleichsam überfluten‹; ›jn. mit
unsälde
belasten‹; ›sich wie von oben gestreut ausbreiten‹ (von götlicher ere
gesagt); vgl. (Präp.) 2; 3.Obd.
Belegblock:
der da geborn ist von dem weib, | der kurczen czeit czu leben. | Der mit unseld wirt uber spreit.
Ebd.
283, 135
: wann sich auff unser ertrich preit | die gotlich er hot uber spreit.
von alten und den jungen | war gar der weg den Jesus rait, | von menteln, roken úber sprait.
Allso uͤbbtt der paradysich schlang [...] synen nyd und verbunst [...] und ward überspreytt ein gantze Eygnoschaft uß überschiessen des hellischen tracken.
Die Türken aber zogen heim aus Siebenbürgen, welches sie gleichsam überspreitet hatten.
Also ist in einer kleiner Zeit unser burzländisch Feld ganz mit unsäglichem Heeresvolk überspreitet worden von 4 grossen barbarischen Nationen.